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Zukunft Donbass - Hilfsgüter-LKW #17 in Lugansk angekommen

von Thomas Trautzsch  16.10.2018

Mobirise
Hilfsgüter aus Thüringen werden in Lugansk verteilt

Hilfsgüter-LKW erreicht Lugansk nach 3 Wochen. Hilfsgüter werden auf mehrere bedürftige Institutionen verteilt. MRT-Kühlaggregat wurde geliefert und wird installiert.

Gut 3 Wochen hat es gebraucht, bis der LKW, nachdem er in Zettlitz/Sa., Döhlen, Jena und Bad Sarow beladen wurde und vom Hof gerollt ist, seinen Zielort im Donbass erreicht hat. Die lange Fahrt von Deutschland nach Lugansk über Polen, Weißrussland und Russland war gespikt mit organsatorischen und behördlichen Schwierigkeiten, insbesondere an den Grenzübergängen. Dieser Umweg ist leider notwendig, da bei der Durchfahrt über die Ukraine damit gerechnet werden muss, dass die für die abtrünnigen Republiken bestimmten Hilfsgüter beschlagnahmt werden würden.
Die Sicherheitslage nach dem tödlichen Anschlag auf das Oberhaupt der proklamierten Volksrepublik Donezk, sowie die anstehenden Wahlen in den Volksrepubliken trugen dazu bei, das die Zoll- und Grenzbehörden die Ladung peinlich genau unter die Lupe genommen haben und somit viel Zeit verloren ging. Ebenfalls schwierig gestaltete sich die Arbeit für die journalistische Dokumentation. Auf westlicher Seite ist es vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Journalisten nicht genehm, über humanitäre Hilfe für den Osten der Ukraine zu sprechen, geschweige denn diese zu unterstützen, da dies politisch nicht opportun ist. Eine Journalistin der Freien Presse, die den Hilfsaktionen des Vereins Zukunft Donbass eigentlich stets aufgeschlossen gegenüberstand lehnte es ab ein Interview vor Ort beim Verladen zu führen, wenn auch RT-Journalisten vor Ort wären. Das ist sehr schade und eine etwas seltsame Auslegung der Pressefreiheit in unserem Land. RT berichtete darüber in einem Online-Artikel. In dem darin enthaltenen Videobeitrag, in dem Fr. Dr. Steinigk auf den zur Verfügung stehenden Kanälen ihre eigene Form der Temoignage betreibt, kommt die Situation recht gut zum Ausdruck.
Auf der anderen Seite herrscht in den Republiken aufgrund der angespannten politischen Lage ebenfalls ein zeitweiliges nicht minder hinderliches Drehverbot, was die Dokumentation der Hilfsarbeit sicher nicht einfacher macht. Es wird noch etwas Zeit vergehen bis erste neue Berichte über die Verwendung der Hilfsgüter bei uns eintreffen, sodass man vorerst mit altem Material vorliebnehmen muss.
Das fehlende Kühlaggregat für das gespendete MRT-Gerät wurde bei diesem Transport mitgeliefert und wird zeitnah in Stachanov installiert werden. Für die lokalen freiwilligen Helfer und das Krankenhauspersonal kommt dies einem bedeutenden geschichtlichen Ereignis gleich und es darf angenommen werden, dass die Fertigstellung der Installation zur gegebenen Zeit gebührend zelebriert werden wird.
Heute trafen auch Bilder aus Lugansk ein, bei denen die Freude, speziell der älteren Menschen, zum Ausdruck kommt, welche die für sie wichtigen Dinge, wie Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen oder Mobiliar entgegen genommen haben.
Viele dieser Menschen auf diesen Bildern sind auch Teil der Hilfsaktion "Brot statt Worte", für welche der Verein Zukunft Donbass e.V. dieses Jahr die Schirmherrschaft inne hat.
All diese Aktionen wären ohne barmherzige und wohlwollende Spender und Helfer nicht möglich gewesen. All jenen gilt der besondere Dank des Vereins Zukunft Donbass e.V.
Die Hilfsaktion "Brot statt Worte", bei der die älteren Menschen eine angenehme und betreute Begegnungsstätte eingerichtet bekommen sollen ist weiterhin in Arbeit. Das dafür notwendige Budget, dass sich komplett aus Spenden finanziert, ist noch nicht in vollem Umfang erreicht. Daher sind Spenden für dieses Projekt und auch für das Minibusprojekt weiterhin sehr herzlich willkommen. Spenden für die einzelnen Projekte werden gern auf der Plattform BetterPlace.org entgegen genommen.
Mobirise

Die Hilfsarbeit hört natürlich nicht auf. Bereits für November ist der nächste LKW aus Thüringen nach Lugansk vorgesehen. Dafür werden noch helfende Hände in Döhlen und Jena gebraucht. Wer aus der Region kommt und mithelfen will, kann sich gern über die Webseite www.zukunftdonbass.org über die genauen Termine und Lokalitäten informieren. 

T. Trautzsch

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Thomas Trautzsch
Jacob-Michelsen-Str. 3                  
07749 Jena

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E-Mail: thomas.trautzsch@ars-inveniendi.com     
Tel: +49 1575 92 38 449