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Tschetschenisches Staatsoberhaupt verurteilt Europa wegen Doppelstandards bezüglich Terrorismus

von RT
2015-01-12

Ramzan Kadirow - Government.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Ramzan Kadirow - Government.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Das Staatsoberhaupt der Tschetschenischen Republik erklärte seine Position über das Medium seiner Wahl - dem Instagram sharing Service. In einem ausführlichen Eintrag, der ein Bild von ihm begleitete, sagte Kadirow, dass er die ganz-herzige Verurteilung des Terrorismus durch Staatsführer aus aller Welt und Millionen Menschen, die in Paris an den Demonstrationen teilnahmen, begrüßte. Er verurteilte ebenfalls die Tötung unbewaffneter Menschen durch Terroristen und betrachtete den Kampf gegen den Terrorismus als die wichtigste Aufgabe in seinem Leben.

Gleichzeitig stellte Kadirow eine Frage. Findet die Verurteilung von Terrorismus nur in Frankreich statt, oder verurteilen die Menschen und die Persönlichkeiten der Öffentlichkeit das Böse in der ganzen Welt?

"Warum haben diese Präsidenten, Könige und Premierminister nie solche Märsche angeführt gegen den Tod von Hunderten und Tausenden Afghanen, Syrern, Ägyptern, Lybiern, Yemeniten und Irakern? Warum blieben sie still, als Terroristen eine Bombe im Hauptquartier der tschetschenischen Regierung zündeten oder als sie das Grozny-Stadion sprengten und den tschetschenischen Präsidenten Achmed-Haji Kadirow [Ramzan Kadirows Vater] und seinen Stab töteten? Warum haben sie nicht reagiert, als die Schule in Beslan angegriffen wurde und bei der Geiselnahme in Moskaus Dubrowka Theater? Warum schwiegen sie, als im Dezember letzten Jahres Terroristen das Pressehaus in Grozny einnahmen und über 50 Menschen töteten?", schreibt Kadirow in seinem letzten Eintrag.

"Es ist unmöglich, Paris, London, Madrid und andere europäische Hauptstädte zu sichern, wenn die gesamte Gesellschaft darin versagt, diejenigen zu verurteilen, die den Terrorismus in der ganzen Welt großziehen und unterstützen und dies als Unterstützung für Oppositionsbewegungen maskieren," sagte Kadirow.

Der starke Tschetschene schrieb, dass er vermutete, das einige mächtige Kräfte dieses ganze Szenarium vorbereitet haben, um eine anti-islamische Stimmung in Europa zu erzeugen oder um die öffentliche Aufmerksamkeit von anderen brodelnden globalen Themen abzulenken.

Selbst ein glühender islamischer Gläubiger, schrieb Kadirow auch, dass er und seine Verbündeten es nicht zulassen würden, dass irgendjemand den Propheten beleidigt, selbst wenn es deren Leben kostet. "Wenn wir noch schweigen, heisst das nicht, dass wir nicht Millionen von Menschen überall auf der Welt auf die Strassen kriegen können, um gegen jene zu protestieren, welche die Beleidigungen religiöser Gefühle dulden. Ist es das was ihr wollt?", sagte er, offenbar an die politischen Führer der westlichen Welt gerichtet.

Das Oberhaupt der tschetschenischen Republik suggerierte auch, dass die Massenmedien es zugelassen haben, "selbst in den Skandal hineingezogen zu werden," und sollten sich bei den Muslimen entschuldigen, um die Kontroverse zu beenden. "Frieden und Stabilität sind wichtiger für alle Menschen als das Recht einer Hand voll Journalisten den Propheten verächtlich zu behandeln," schrieb er.
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