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"Etwas läuft schief in der Ukraine und der EU": Tschechische Führungspersönlichkeit verurteilt "Nazi Fackelparade"

von RT
2015-01-07

Milos Zeman - Tschechischer Präsident von David Sedlecký (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Milos Zeman - Tschechischer Präsident von David Sedlecký (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Die frostigen Sprüche und die flagranten Demonstration nationalistischer Symbole während des Neo-Nazi-Aufmarschs in Kiew erinnerten den tschechischen Präsidenten Milos Zeman an Hitler-Deutschland. Er sagte etwas laufe schief in der Ukraine, sowie in der EU, die das nicht verurteilt.

Zeman kommentierte die entsetzlichen Szenen in denen tausende ukrainischer Nationalisten letzten Donnerstag in der Hauptstadt eine Fackel-Prozession abhielten um dem 106. Geburtstag von Stepan Bandera zu gedenken, einem Nazi-Kollaborateur und Anführer der Bewegung ukrainischer Nationalisten während des 2. Weltkrieges.

"Es läuft etwas schief in der Ukraine," sagte die tschechische Führungspersönlichkeit der Radiostation F1 am Sonntag. "Gestern Abend surfte ich im Internet und entdeckte ein Video, welches die Demonstration auf dem Kiewer Maidan am 1. Januar zeigte."

"Diese Demonstranten trugen Porträts des Stepan Bandera, der mich an Reinhard Heydrich erinnerte," sagte Zeman im Bezug auf einen der Hauptarchitekten des Holocausts, der dieser Zeit Reichsprotektor der heutigen Territorien der Tschechischen Republik war.

Aktivisten der Svoboda (Freiheit) und des Rechten Sektors Ukrainischer Nationalisten halten Fackeln beim Aufmarsch zum Gedenken an den 106. Jahrestag des Geburtstags von Stepan Bandera, einem Begruender der Organisation der Ukrainischen Nationalisten (OUN), in Kiew 1. Januar 2015 (Reuters/Valentyn Ogirenko)



"Die Parade selbst wurde in ähnlichem Stil organisiert, wie die Nazi-Fackelparaden, wo Teilnehmer den Slogan riefen: "Tod den Polen, Juden und Kommunisten ohne Gnade," erklärte Zeman.

Bandera war der Anführer der Organisation der Ukrainischen Nationalisten (OUN), die mit Nazi-Deutschland kollaborierte und war ebenfalls in die ethnischen Säuberungen von Polen, Juden und Russen involviert.

"Sieg der Nation! Tod den Feinden!", "Die Ukraine gehört den Ukrainern" und "Bandera wird auferstehen und die Ordnung wieder herstellen", waren die wiederholten Slogans während dieses Nazi-Aufmarsches. Einige der Teilnehmer trugen Uniformen von Banderas Aufstandsarmee während des zweiten Weltkrieges während andere mit rot-schwarzen Nationalisten-Flaggen paradierten.

Der tschechische Präsident sagte etwas sei falsch nicht nur in der Ukraine, sondern auch in der Europäischen Union, die diese Proteste weder verurteilte noch protestierte.

"Vergessen Sie nicht, dass Bandera in der Ukraine als Nationalheld betrachtet wird, sein Bildnis hängt auf dem Maidan und seine Statue steht in Lvov. In Wirklichkeit war er ein Massenmörder," sagte Zeman letzten Sommer im tschechischen Fernsehen.

Auch Russland hat mehrfach die Auferstehung von Neo-Nazi-Traditionen in der Ukraine verurteilt und betrachtet diese Vorführungen eines militanten Nationalismus als ein Mittel um Geschichte zu manipulieren.

"Fackel-Märsche in der Ukraine zeigen, dass sie sich weiterhin auf dem Pfad der Nazis befindet!" Konstantin Dolgov, der Abgesandte des Außenministeriums für Menschenrechte sagte letzte Woche: "Und das inmitten des zivilisierten Europa!"
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