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Kommentar zur ZAPP-Studie über Vertrauensverlust gegenüber den deutschen Medien

von Thomas Trautzsch
2014-12-28

Zapp_Medienmagazin des NDR
Zapp_Medienmagazin des NDR
Es war kurz vor Weihnachten, als ein aufmerksamer Kollege mir den Link zu einer Studie der Zapp-Redaktion (Zapp ist ein Medien-Magazin des Norddeutschen Rundfunks) über das Vertrauen in die deutschen Leitmedien zuschickte. Ohne die darin aufgeführten Daten erblickt zu haben, nahm ich aus meinem Wissen und Empfinden heraus an, dass das Vertrauen der Bürger in die deutsche Medienlandschaft rapide gesunken sein muss. Der tatsächliche Blick in die Daten der Studie bestätigte das auch in erwarteter Form. Die Besucher dieser Webseite kennen den Standpunkt unserer Medienkritik, den wir bei ars-inveniendi.com seit längerem lautstark artikulieren. Um so erstaunlicher ist es, dass ein Fernsehmagazin, welches sich fast ausschließlich mit der hiesigen Medienkultur in unserem Land beschäftigt, darüber derart überrascht ist. Unter den Institutionen Bundesgerichtshof, Bundesregierung, Bundestag und Medien sind die Medien die einzige Institution, die bei der absoluten Mehrheit der Bevölkerung weniger bis gar kein Vertrauen genießt.

Zapp-Studie Medienvertrauen

Link zur gesamten Zapp-Studie

Erkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Die Vereinnahmung unserer Medien insbesondere durch transatlantische Lobby-Organisationen, deren Auftrag es ist, die Meinungsbildung der Bevölkerung in solcher Form zu manipulieren, dass es für Deutschland unmöglich ist, effektive enge Partnerschaften auf dem Gebiet der Wirtschaft und der gemeinsamen Entwicklung mit Russland und Eurasien im Allgemeinen aufzubauen, sind seit kurzem präzise durch Journalisten, wie Dr. Udo Ulfkotte und andere Wissenschaftler und Autoren, beschrieben worden. Ob unsere Medien und deren Journalisten daraus die unmittelbare Schlussfolgerung ziehen, die eigentlich von ihnen von Grund auf erwartete Objektivität wieder einkehren zu lassen, ist eine Hoffnung, die zumindest die Mutigen unter jenen nicht verlieren sollten. Es wird jene moralisch noch integren Querdenker in diesen Medienstrukturen brauchen, die gesamte Kultur der einseitigen Berichterstattung wieder zurückzurollen und die Abhängigkeiten, die zwischen den Medienstrukturen und den genannten Lobby-Organisationen, sowie der Politik existieren, kritisch und transparent aufzuarbeiten.

Wenn dies nicht zeitnah geschieht, dann tragen die Medien eine wesentliche Mitverantwortung für entstehende Unruhen und Proteste, deren Potential in eine aggressive und unproduktive Richtung zu kippen droht. Mit den Ängsten und Zweifeln einer Bevölkerung spielt man nicht, sondern die Medien sollten durch Transparenz und wirkliche Objektivität derzeit massiv dazu beitragen, dass ein Dialog zu den Bürgern stattfindet, der erkennen lässt, dass die ausschließlich transatlantische Prägung der Berichterstattung eben nur eine Seite der Medaille globaler Geo-Politik ist, die es zu überwinden gilt.

Es sollte weiterhin anerkannt werden, dass die gesellschaftlichen Probleme, wie sie durch die aufstrebende PEGIDA-Bewegung derzeit durch die Medien bewusst in den Vordergrund gestellt werden, ihre Ursachen nicht in den deutschen Gemeinden und Kommunen und Städten haben, die Flüchtlinge aufnehmen, sondern in den Regionen, aus denen diese Menschen flüchten, und dass die britisch geprägte transatlantische Hegemonialpolitik ein ganz wesentlicher Grund für die kriegerischen Auseinandersetzungen in diesen Gebieten ist. Ein Flüchtlingsproblem löst man indem man das Problem löst, welches diese Menschen zu Flüchtlingen werden lässt. Da muss man eben auch mal kritisch über das transatlantische Bündnis berichten und muss auch mal über die Kontroverse diskutieren, dass der amerikanische Präsident als Friedensnobelpreisträger verantwortlich ist, für hunderttausende Tote durch die bewusste Instrumentalisierung des islamischen Radikalismus und durch geheim abgesegnete Drohnen-Exekutionen. Nichts davon ist derzeit von unseren Leitmedien zu spüren, die sich allesamt wie Sub-Organisationen der Nato-Pressestelle benehmen und eher Dämonisierungstaktiken von unliebsam gewordenen Staatsoberhäuptern praktizieren, als objektiven Journalismus.

Es bleibt zu hoffen, das Integrität, Moral und Objektivität sich noch nicht ganz aus den Reihen unserer Medienvertreter verflüchtigt haben. Sie sind die einzige Grundlage, auf der ein Journalist seine Arbeit verrichten sollte.
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Thomas Trautzsch
Jacob-Michelsen-Str. 3                  
07749 Jena

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E-Mail: thomas.trautzsch@ars-inveniendi.com     
Tel: +49 1575 92 38 449