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EIR Tatsachenbericht - Wer betreibt die Isolation Russlands?

von www.larouchepac.com
2014-12-23

Nuland auf den Maidan
Nuland auf den Maidan
2. Dezember - Entgegen der Linie der international orchestrierten Medien haben die derzeitigen Spannungen zwischen der NATO und Russland nichts mit dem "Ukraine-Konflikt" oder der Tatsache zu tun, dass sich die Krim mit Russland wiedervereinigt hat. Der Konflikt entstammt der Tatsache, die von zahlreichen russischen Regierungsangehörigen und bestimmten britischen und US-Kriegspartei-Strategen bereits öffentlich benannt wurde, dass die USA und die NATO eine Politik der strategischen Konfrontation gegen Russland adoptiert haben, die einen Regierungssturz einschließt und die vorsieht, die zweitgrößte Nuklearmacht unter die Vorherrschaft des Westens zu bringen. Wenn diese Politik im Westen nicht aktiv zurückgewiesen wird, dann wird sie durch Russland zurückgewiesen werden und kann daher nur zu einem Dritten Weltkrieg führen, einem Krieg der Auslöschung.

Wie Präsident Wladimir Putin bereits am 4. Dezember in der jährlichen Ansprache im russischen Bundesrat sagte: "Ich bin mir sicher, wenn es diese Vorfälle [der Coup in der Ukraine und der so genannte Krim-Frühling] nicht gegeben hätte, ... wenn all dies nie passiert wäre, dann hätten sie eine andere Ausrede gefunden, zu versuchen, Russlands wachsende Fähigkeiten einzudämmen, unser Land zu beeinflussen oder gar Vorteile daraus zu ziehen."

In der selben Ansprache identifizierte Putin die westlichen Ursprünge der derzeitigen, sowie vorangegangenen Drohungen gegen die russische Republik, speziell die Terrorattacken, die von tschetschenischen Separatisten am selben Tag in Grozny, der Hauptstadt Tschetscheniens im russischen Nordkaukasus verübt wurden. Im Bezug auf die Periode der 1990er und der frühen 2000er Jahre sagte Putin: "Wir erinnern uns sehr gut daran, wie und wer damals fast öffentlich diesen Separatismus und gar Terrorismus in Russland unterstützte und wer diese Mörder mit Blut an den Händen schlicht als "Rebellen" bezeichnete und für diese noch hoch-rangige Empfänge organisierte..., trotz der Tatsache, dass wir unsere ehemaligen Widersacher als enge Freunde und sogar Partner betrachteten, war die ausländische Unterstützung des Separatismus in Russland, einschliesslich Informationen, politischer und finanzieller Unterstützung, sowie die Unterstützung durch spezielle Dienste absolut offensichtlich und liess keinen Zweifel daran, dass sie Russland gern in das Jugoslawien-Szenarium der Desintegration und Isolation schicken würden... Es hat nicht funktioniert ... ebensowenig, wie es für Hitler mit seinen misanthropen Ideen funktionierte, der vor hatte, Russland zu zerstören und uns bis zum Ural zurückzudrängen. Jeder sollte sich daran erinnern, wie das endete."

Bei dieser Gelegenheit nannte Präsident Putin keine Namen, als er diese Vorwürfe erhob. Executive Intelligence Review jedoch hat dies über die letzten 20 Jahre getan. Seit den 1990er Jahren haben wir den Nexus von Marionetten identifiziert, der durch das britische Imperium ausgesandt wurde, sich bis nach Saudi Arabien und den liberal-imperialistischen und Neo-Con-Apparat in den USA hinein erstreckte und finanzielle, politische und ausgesprochene Guerilla-Kriegführung ausübte, im Versuch Russland als Nation zu zerstören. Besonders vorausschauend war EIR Gründer Lyndon LaRouche's Dokumentarfilm von 1999 "Storm over Asia" (Sturm über Asien), welcher auf den Saudi-Tschetschenischen Kern hinwies, welcher die Vorfront der asymmetrischen Kriegführung gegen Russland bildete.



Zusätzlich zu diesen schlichtweg separatistischen und terroristischen Angriffen wurde eine britische Taktik, die als in der Oxford Universität ersonnene "Farbige Revolution" identifiziert wurde, mit großem Trara und höchst prominent in der Ukraine angewendet. Bei einer großen Konferenz im Mai 2014 in Moskau dokumentierten Präsident Putin und Top-Militärs in aller Länge, wie solche "demokratischen Revolutionen" eine weitere Form der Kriegführung gegen unliebsame Nationen darstellen. Seit der Zeit, als Putin seine letzte Präsidentenwahl gewonnen hat, war es die klare Absicht des britischen Empire Umstände zu erzeugen, in denen er abgesetzt werden würde, durch Unruhen oder gar Mord, wie das Lesen eines der dreistesten Sprachrohre des Empire, "The London Economist", klarzumachen sucht, als ein Mittel, um Russland zur Kapitulation gegenüber der globalen Finanzdiktatur zu zwingen.

In den folgenden Zeilen präsentieren wir den führenden dokumentarischen Beweis dieser internationalen offenen Konspiration.

Die Geopolitik der Zeit nach dem Kalten Krieg: Kein Rivale erlaubt

Als die Berliner Mauer im November 1989 fiel gab es intensive Diskussionen zwischen den NATO-Nationen und der Sowjetunion im Bezug auf die zukünftigen Beziehungen. Der ehemalige US-Aussenminister James Baker III und der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow haben beide bestätigt, dass es 1990 ein Verständnis zwischen der Sowjetunion und der NATO gab, dass im Gegenzug zu Moskaus Zustimmung zur Wiedervereinigung Deutschlands, die NATO keine Osterweiterung, selbst in die ehemalige Deutsche Demokratische Republik , betreiben würde, ganz abgesehen von den anderen ehemaligen Mitgliedern der sowjetisch geführten Warschauer-Pakt-Organisation.

Die Übereinkunft wurde auf der Stelle außer Kraft gesetzt, als Deutschlands Osten sofort in die NATO eingegliedert wurde, als Teil des wieder vereinten Deutschlands. (Nach 1999 wurde die NATO Expansion natürlich direkt an die russischen Grenzen gebracht, mit der Bedrohung der russischen Sicherheit als Konsequenz.)

In der Zeit, als die Sowjetunion selbst kollabierte, im Dezember 1991, hatte die Bush-Thatcher-Allianz bereits einen Kurs zur Zerstörung Russlands festgelegt. Das US-Verteidigungsministerium, damals unter der Leitung von niemand anderem als Dick Cheney, beauftragte Paul Wolfowitz damit, angesichts des Zusammenbruchs des ehemaligen Rivalen, eine neue Verteidigungsdoktrin zu entwerfen. Wie 1992 bekannt wurde, erklärte diese "Wolfowitz Doktrin":

"Unser vorrangiges Ziel ist es, das Wiedererstarken eines neuen Rivalen zu verhindern, sei es auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder sonstwo, der eine Gefahr darstellen könnte, wie es die ehemalige Sowjetunion tat. Dies ist eine dominante Betrachtung, welche der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zu Grunde liegt und sie verlangt, dass wir uns einsetzen, um zu verhindern, dass eine feindselige Macht eine Region kontrolliert, deren Ressourcen es unter konsolidierter Kontrolle erlauben würden, eine globale Macht aufzubauen. Diese Regionen schließen Westeuropa, Ostasien, das Territorium der ehemaligen Sowjetunion und Südwestasien ein."

Die Bush Sr. - Administration, und besonders Larry Summers' Finanzministerium und die Kreise um den Vizepräsidenten Al Gore in der Clinton-Administration folgten der Führung Londons, indem sie Russland ein mörderisches Austeritäts-Regime auferlegten - welches in großem Detail vom derzeitigen Berater Präsident Putins, dem Ökonomen Sergei Glazyew, in seinem Buch "Genocide, Russland und die neue Weltordnung" beschrieben wurde. Die Zerstörung der russischen Gesellschaft durch diese "Schock-Therapie" - welche neben anderen Auswirkungen die gesamte industrielle Produktion um 50% verringerte und zu einer astronomischen Selbstmordrate unter den Männern führte - war eine Politik "die von außen durch Irreführung und Korruption eingeführt wurde.", so Glazyew. Und es war nicht vor den Nachwirkungen der GKO-Krise, als russische Nationalisten, wie Premierminister Jewgeni Primakow und Präsident Putin die notwendigen Maßnahmen unternahmen, um diesen Prozess umzukehren - was jenen eine spezielle Feindschaft von London und den Neo-Con Kreisen in Washington einbrachte.

Zur gleichen Zeit lancierten die britischen Geopolitiker die Terrorismus/Separatisten-Flanke gegen Russland. Der Fokus lag dabei in Tschetschenien.

Die tschetschenischen Kriege: Made in Britain und Saudi Arabia

Als der Ex-Sowjet-General Jokhar Dudayev 1991 die Unabhängigkeit der der russischen Nordkaukasusrepublik Tschetschenien verkündete, war von Beginn an klar, dass ein Bauer im Schachspiel der britischen Geopolitik war, der genau im selben Terrain ausgespielt wurde, wie die anhaltende Nordkaukasus-Agitation gegen Russland im 19. Jahrhundert (das westliche Ende, dessen, was britische Imperialisten wie Rudyard Kipling "das Große Spiel" nannten). Seit Jahren haben Analysten und Profiler im Dunstkreis der britischen Geheimdienste eine Kaukasusrevolte vorhergesagt, welche die Sowjetunion zerstören würde.

Der erste tschetschenische Krieg brach tatsächlich 1994 aus und dauerte bis 1996 an.

Einer der Hauptpropagandisten dabei war Prof. Alexandre Bennigsen von der Pariser Sorbonne. Seine Tochter, Marie Bennigsen Broxup (1944 - 2012), folgte in seine Fußstapfen und wurde die Verlegerin des britischen Quartal-Magazins "Central Asian Survey". Im Jahr 1996, in dem eine vorläufige Waffenruhe in Tschetschenien stattfand, unternahm Marie Broxup etwas, das als eine Recherche-Mission im Nordkaukasus verkauft wurde. Die Botschaft die sie zurückbrachte war: Dagestan ist als nächstes dran. Als die asymmetrische Kriegführung im Nordkaukasus 1998-99 nach Dagestan verlagert wurde, führte Broxup Interviews mit mehr als einem Dutzend tschetschenischer Feldkommandeure. Der London Economist, stets das Sprachrohr der aggressivsten britischen geopolitischen Kreise, editorialisierte zu dieser Zeit: "Fügen Sie Dagestan zur Liste der unkontrollierbaren Staaten hinzu, die Russlands südlichen Rand aufreiben." (18. Juli, 1998)

Dudayev wurde von der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher ermutigt und gefördert, sowie von ihrem Verbündeten Lord McAlpine (1942-2014) und einer rechten Minderheitengruppe in Großbritannien, welcher Sir John Thomson, der ehemalige britische Botschafter in Indien und den Vereinten Nationen, vorstand. Das gleiche geschah mit General Aslan Maschkadow, dem Nachfolger von Dudayev, als dieser 1996 starb. Nach der Waffenruhe von 1996 wurde ein radikalerer Flügel des tschetschenischen Aufstandes zur operierenden Hauptkraft. Er wurde von Shamil Basajew (1965-2006) und dem Kommandeur Khattab (1969-2002, echter Name Samir Al-Suweilem, geboren in Saudi-Arabien) - beide Akteure der britisch-saudi geförderten internationalen "Afghansi" Terroristenkapazitäten, die noch aus der Zeit der westlichen Unterstützung der Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjetunion in Afghanistan (1979-1989) herrührte.

1996 - 1999 bereitete Basajew die Invasion Dagestans vor, die im Sommer 1999 stattfand. In diesen Jahren, baute Lord McAlpine Geschäftsprojekte auf und kultivierte politische Agentschaften im Norden des Kaukasus. McAlpine, der im Vorjahr maßgeblich daran beteiligt war, Tony Blair an die Macht zu bringen, hatte als seinen Geschäftspartner in der Caucasus Common Market Closed Share Society, keinen anderen als Hojahmed Nukhajew, eine Figur des organisierten Verbrechens in Tschetschenien, der gleichzeitig ebenfalls die Separatistenbewegung in Tschetschenien finanzierte. 1997 drängten sie auf die Erlangung der Konzession des tschetschenischen Segments der Baku-Novorossiysk Pipeline. Nukhajew und McAlpine lancierten auch den Caucasus Investment Fund und das Caucasus Common Market Schema mit dem saudischen Milliardär und Waffenhändler Adnan Khashoggi.

Der Einfall in Dagestan 1999 brachte britischen und saudi-geförderten Wahhabismus an die Oberfläche, obwohl die wahhabische Sekte ursprünglich so gut wie keine Basis im multi-ethnischen Dagestan hatte. Basajews erster großer Angriff kam 1995, als seine Männer ein Hospital in Budjonnowsk, Dagestan, einnahmen und damit die erste Ausdehnung des tschetschenischen Krieges in das restliche Russland signalisierten.

Basajew trug seine britische Vasallen-Attitüde in vollem Maße zur Schau. Er wurde für seinen Dschihad in den Afghansi-Camps ausgebildet, als er im Juli 1995 sagte:

"Ich bereitete mich auf den Krieg mit Russland vor, schon lange bevor die Aggression gegen Tschetschenien begann. Zusammen mit den Kämpfern meines abchasischen Batallions (Separatisten in Georgien), besuchte ich die afghanischen Mudschaheddin Camps 3 mal. Dort erlernte ich die Taktiken der Guerilla-Kriegführung."

Neben den Ölgeschäften, wie denen von Nukhajew, McAlpine und Kashoggi, war die tschetschenische Kidnapping-Industrie, die mit dem regionalen Waffen- und Drogenhandel in Verbindung stand, eine weitere Finanzierungsquelle des nordkaukasischen Separatismus. Barbarische Entführungen im Nordkaukasus warfen ihre Schatten der Auferstehung des Islamischen Staates heute voraus, wie in den Fällen der Internierung, der Vergewaltigung und der Freilassung der britischen Bürger Jon James und Camilla Carr im Jahr 1997/98, sowie der Gefangennahme und Enthauptung von fünf britischen und neuseeländischen Kommunikationstechnikern, die von den Tschetschenischen Gangs der Spionage beschuldigt wurden. Der verstorbene Boris Berezowski, der russische Finanzoperateur, der der Jelzin-Regierung nahestand und in den 1990ern ein Hauptfaktor der russischen Politik im Nordkaukasus war, machte ein Geschäft daraus, die Befreiung von Entführungsopfern zu arrangieren, oftmals hinter dem Rücken der föderalen Regierungspolitik, die vorsah, keine Lösungsgelder zu zahlen.

Shamil Basajew drohte auch China. Im Juli 1998 als agierender Premierminister Tschetscheniens, schickte er eine offene Drohung an den chinesischen Premierminister Zhu Rongji, dass Tschetschenien Unterstützungsaktionen für die uighurische Bevölkerung in der Xinjiang Provinz lancieren würde, um diese als unabhängigen Staat abzuspalten.

Als russische Kräfte Basajew aus Dagestan drängten, drohte er Russland mit neuen terroristischen Anschlägen zu überziehen. Was in den Jahren darauf folgte schloss die schreckliche Geiselnahme im Moskauer Nord-Ost Theater im Jahr 2002 ein, zwei U-Bahn-Bombenanschläge in Moskau, zwei Inlandsflüge, die durch Selbstmord-Bombenanschläge zum Absturz gebracht wurden und die blutige Einschulungs-Geiselnahme in Beslan in Nord-Ossetien (Russland), die alle im Jahr 2004 stattfanden, ein weiterer Bombenanschlag auf die Moskauer U-Bahn und die Ausbreitung terroristischer Bombenanschläge in das Wolga-Becken 2010, die bis heute anhalten, sowie der Bombenanschlag auf den Domodedovo Flughafen in Moskau 2011.

Über das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends hinweg protestierte Russland offiziell dagegen, dass das Vereinigte Königreich, sowie die USA den "Terroristen politisches Asyl gewährten." Seit 2004 genossen zwei tschetschenische Separatistenführer, Ilyas Achmadow und Achmed Zakajew, Schutz in Washington und London. Beide waren Vertreter des Separatisten-Regimes, das unter Maschkadow und Basajew errichtet wurde. Moskau ersuchte auch vergebens die Auslieferung von Berezowski, der sich mit Putins neuer russischer Führung anlegte und seit 2000 in London lebte, bis er 2013 dort verstarb. In einem Interview bei der London Times im Jahr 2008 warnte Putin, dass es niemals zu einer Verbesserung der anglo-russischen Beziehungen kommen werde, so lange London die Basis für anti-russische Operationen bleibt, besonders im Hinblick auf Berezowski und Zakajew.

Die Tschetschenen und der "Islamische Terrorismus"

Guerillas, die in den Nordkaukasus-Überfällen kämpften, bilden nun unter anderem das Rückgrat des Islamischen Staates.

Eine beträchtliche Anzahl Islamischer Terror-Gruppen, die von Großbritannien aus operieren, waren bereits bei der Formierung der IS-Vorgänger dienlich. Die wichtigste unter ihnen ist die saudisch-finanzierte Hizb ut Tahrir (HuT). Viele HuT Mitglieder sind gut ausgebildete Tschetschenen, deren Familien vor mehr als hundert Jahren nach Jordanien emigrierten.

Ungefähr 1000 tschetschenische Kämpfer - Veteranen aus dem Kaukasus-Krieg, dem Afghanistankrieg, dem Irakkrieg, der libyschen "Farbigen Revolution", die durch die NATO und die USA unterstützt wurde, und der 4-jährge Krieg in Syrien - sind unter den Top IS-Kommandeuren im Irak und in Syrien.

Einer dieser Kommandeure, bekannt als Abu Omar al-Shishani ("Abu Omar der Tschetschene") ist ein ehemaliger georgischer Unteroffizier, der 2008 im Süd-Ossetienkrieg gegen Russland kämpfte und sich dann dem Islamischen Staat anschloss, um dessen Operationen im Norden Syriens zu kommandieren. Sein richtiger Name ist Tarkhan Batirashvili und er stammt aus der Pankisi-Schlucht-Region im Norden Georgiens, die ein großes Rekrutierungszentrum für Dschihadisten darstellt. Saudi Arabien stellte Unmengen an Geld bereit und überflutete die Region mit wahabischen Klerikern mindestens seit den Balkankriegen der 1990er Jahre.

Da London deren gemeinsame Mutter ist, kommt es nicht überraschend, dass der IS sich in seinen Bestrebungen nach einem universalen Kalifat lauthals über einen Angriff auf Putin und Russland äußert. Ein treffendes Beispiel war ein Youtube-Video, welches am 2. September eingestellt wurde, in dem angebliche IS-Militanten die folgende Nachricht überbrachten, zusammen mit den Bildern russischer Jets, die an die syrische Regierung geliefert wurden:

"Dies ist eine Botschaft an Sie, oh Wladimir Putin, dies sind die Jets, die sie Bashar geschickt haben, wir werden diese zu ihnen schicken ... Und wir werden Tschetschenien befreien und den gesamten Kaukasus, so Gott will."

ISIS und sein ideologischer, wenn nicht gar wörtlicher Partner Al-Kaida haben ebenfalls Russlands strategischem Partner China den Krieg erklärt. Die Ramadan-Botschaft vom 1. Juli 2014 des mutmaßlichen ISIS-Anführers al-Baghdadi, führte China als erstes in einer Liste von Nationen auf, welche nach deren Auffassung die Rechte der Muslime beschneiden und schließen daraus, "So, bei Allah, wir werden Rache nehmen! Bei Allah, wir werden Rache nehmen!" Al-Kaida's englischsprachiges Magazin "Resurgence" vom 22.Oktober brachte einen ausdrücklichen Aufruf zum Dschihad gegen China und erklärte, dass Al-Kaidas Sieg der Todesstoß für diese Nation sei.

Die Tschetschenien/Ukraine Verbindung

Die ukrainische Offensive gegen Russland basiert auf starken Verbindungen zwischen den Neo-Nazi und Banderisten-Terroristen in der Ukraine und den Tschetschenischen Terroristen, mit ihrem Bestreben, ein kaukasisches Kalifat zu schaffen, als Teil eines breiteren Islamischen Staates. Diese Kollaboration unterstreicht die Tatsache, dass blanker Terrorismus und "Farbige Revolutionen", die unter dem Banner der "Demokratie" durchgeführt werden, zwei Dimensionen der gleichen Strategie darstellen.

EIR hat vor einigen Monaten bereits ausführlich dokumentiert, dass die Art und Weise, in der das derzeitige Ukraine-Regime mittels eines Putsches im Februar 2014 installiert wurde, unter dem Druck neo-nazistischer Gruppen geschah, deren Wurzeln auf die pro-Nazi Banderisten-Organisation der Ukrainischen Nationalisten (OUN) geschah. Derzeitige ukrainische Bewegungen, einschließlich des Rechten Sektors und der Svoboda Partei, stellten ihre Banderistischen Ursprünge öffentlich zur Schau und spielten eine Schlüsselrolle in der Maidan-Gewalt, die zum Sturz der legitim gewählten Janukovitsch-Regierung führte.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Stefan Bandera und seine engsten Verbündeten vor Anklagen wegen Kriegsverbrechen geschützt und stattdessen vom britischen MI6 und US-amerikanischen Geheimdiensten rekrutiert, um eine Art anti-kommunistischen Untergrund innerhalb der Sowjetunion zu schaffen. Das US- und britische Patronat für Nazi-Kollaborateure während der Kriegszeit setzte sich die gesamte Zeit fort, bis hin zum Zusammenbruch der Sowjetunion und darüber hinaus. Viele der derzeitigen Führer des Rechten Sektors und anderer Banderistischer Parteien in der heutigen Ukraine sind die 2. und 3. Generation des ursprünglichen OUN-Netzwerks.

Während dieser frühen Periode unter der MI6 und CIA Führung wurden die banderistischen ukrainischen Neonazis mit islamistischen Netzwerken in der Kaukasus-Region in Verbindung gebracht, die ebenfalls ihre Wurzeln in der Nazi-Kollaboration der Ära des Zweiten Weltkrieges haben. Die islamistischen Netzwerke waren mit der Muslim-Bruderschaft verbandelt, die ihre Wurzeln in der britischen Besetzung der Suezkanalzone in den späten 1920er Jahren hat. Der Agent des britischen Geheimdienstes Dr. Bernard Lewis bezeichnete das Destabilisierungsprogramm gegen den Kaukasus und die zentralasiatischen Regionen der Sowjetunion als den "Krisenbogen". Dr. Lewis kam 1975 in die USA und wurde dort Mentor vieler amerikanischer politischer Figuren, die im Kalten Krieg die Zerstörung Russlands betrieben, wie z.B. Zbigniew Brzezinski und Dick Cheney.

Bereits 1995 vereinigten führende Faschisten der Ukraine aus dem Bandera OUN Stall ihre Kräfte direkt mit kaukasischen Dschihadisten-Terroristen und begannen den ersten tschetschenischen Krieg.

Eine der Komponenten des Rechten Sektors, die gewalttätige Banderisten-Gruppe, die zweckdienlich dabei war, die französisch-deutsch-polnisch-getriebene Vereinbarung vom 21. Februar 2014 im Keim zu ersticken und den gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch am nächsten Tag zu stürzen, war die Ukrainische Nationalversammlung-Ukrainische Selbstverteidigung (UNA-UNSO). Hervorgegangen im Jahr 1991 aus paramilitärischen Einheiten einer Allianz von Gruppierungen des rechten Flügels, wählte UNA-UNSO Juri Schukevitsch als ihren Führer, den Sohn des banderistischen Militärkommandeurs Roman Schukevitsch aus der Ära de Zweiten Weltkrieges. Der jüngere Schukevitsch blieb stets engagiert für einen kommenden Guerilla-Krieg , um Russland ein für alle mal zu besiegen. Einige UNA-UNSO Einheiten und individuelle Freiwillige der UNSO schlossen sich 1994/95 den tschetschenischen Aufständischen gegen Russland an, unter Jokhar Dudayev. Einer von ihnen war Alexander Muzychko ("Sashko Bily"), eine prominente Figur des rechten Sektors, die im Frühjahr 2014 unter mysteriösen Umständen getötet wurde, führte für einige Zeit Dudayevs Leibwache. Die investigative Journalisting Tetjana Tschornovol, eigentlich die autorisierte Repräsentantin für Anti-Korruptionsuntersuchungen im Nach-Putsch Kiew-Regime, leitete die Liason mit den tschetschenischen Aufständigen in den 1990er Jahren.

Der verstorbene Wasil Iwanschin, Mitbegründer der Tryzub Bandery (dem banderistischen Dreizack), einer weiteren Komponente des Rechten Sektors, hatte gleichfalls Verbindungen in den Kaukasus und trat in tschetschenischen Separatisten-Medien auf, um einen gemeinsamen Kampf gegen "die Moskoviten" heraufzubeschwören. Im Mai 2007 begann Tryzub eine Anti-Imperialistische Front aufzubauen, der sich die Internationale Bewegung für Dekolonialisierung des Kaukasus (IMDC) anschloss und von einem Ahmad Sardali geführt wurde, der 1999 ein Teil von Shamil Basajew's Islamischer Shura von Dagestan war - dem Projekt zur Invasion von Russlands Nordkaukasusrepublik Dagestan von Tschetschenien aus, was den Zweiten Tschetschenienkrieg (1999-2009) auslöste.

Die Beteiligung dieser Banderistischen Gruppen, von denen alle die Förderung und Unterstützung durch US-, britische und NATO-Organisationen erfahren, bereits vor und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, am tschetschenischen Separatismus sollte im Zusammenhang mit dem radikalen nationalistischen Glauben gesehen werden, dass ukrainisches Land sich ostwärts des Don ausweiten sollte. Mit anderen Worten, die gesamten südrussischen Gebiete nördlich des Kaukasus, einschließlich der Brotkörbe Stavropol und der Krasnodar-Territorien, zusammen mit den Gebieten Belgorods und Briansk sollten Ukrainisches Gebiet werden.

Die AKtivierung der Banderisten und Tschetschenischen Terroristen innerhalb Russlands und auf ukrainischem Territorium wurde von ganz oben nach unten von Anglo-saudischer Geheimdienstinfrastruktur in Assoziation mit dem "Al Yamamah" Projekt durchgeführt, bei dem Öl-für-Waffen Tauschgeschäftsvereinbarungen zwischen den britischen und der saudischen Monarchien Schwarze Offshore-Fonds geschaffen haben, mit denen diese Terror-Netzwerke finanziert werden. Im Juli 2013 traf sich der damalige Chef des saudi-arabischen Geheimdienstes, Prinz Bandar bin-Sultan, mit dem russischen Präsidenten Putin traf und überbrachte direkte Drohungen dschihadischen Terrorismus' gegen die bevorstehenden Winterspiele in Sotschi - wenn Russland nicht seine Unterstützung für die Assad-Regierung in Syrien aufgeben würde.

wenige Tage, nach Putins strikter Zurückweisung von Bandars Erpressungsversuch, veröffentlichte Doku Umarov ein Statement, in dem er schwor, dass die olympischen Spiele in Sotschi "unter keinen Umständen stattfinden dürfen". Er rief die tschetschenischen Kämpfer in Syrien auf, in den Kaukasus zurückzukehren, um einen terroristischen Anschlag auf die Sotschi Winterspiele vorzubereiten. Damals prahlte Umarov, dass seine "Riyad-us-Saliheen Brigade nun mit den besten der Mudschaheddin bestückt ist, und wenn Russland nicht versteht, dass der Krieg auf ihre Strassen kommt, dass der Krieg in ihre Häuser kommt, ist es schlimmer für sie."

Eine gemeinsame Mutter in London

Während die saudische Rolle in der Unterstützung und Förderung des dschihadischen Terrorismus gegen Russland sehr gut dokumentiert ist und in der diplomatischen Gemeinschaft der USA im Detail bekannt ist, scheint die Rolle der Briten bei der Aufziehung der selben Netzwerke weniger bekannt und verstanden zu sein und wird größtenteils vertuscht. Das Britische Empire hat den Islamischen Radikalismus seit Jahrhunderten kultiviert und benutzt uns spielte eine Schlüsselrolle dabei, dem Wahhabischen Königreich zur Macht zu verhelfen. Im 20. Jahrhundert war Bernard Lewis einer der führenden britischen Islamisten, der später in die USA transferiert wurde, der dort die Brzezinski-Strategie der Benutzung der Islamischen Karte im so genannten "Krisenbogen" um die Sowjetunion entwickelte.

Bereits 1999 reichte die russische Regierung einen offiziellen formalen diplomatischen Protest beim British Foreign und Commonwealth Office ein, in dem es die weitverbreitete Rekrutierung Islamistischer Kämpfer in den Moscheen im gesamten britischen Königreich aufzeigte. Während dieser Periode unterhielt Osama Bin-Ladens Al Kaida öffentliche Büroräume in den Vororten Londons und Teile terroristischer Gruppen aus der ganzen Welt genossen Schutz, finanzielle und logistische Unterstützung vom britischen Geheimdienst. Die Details über diesen britischen Schutzschild wurden im Januar 2000 von Executive Intelligence Review Redakteuren bereitgestellt und an die damalige Außenministerin der USA, Madeleine Albright, geschickt, mit der Forderung, dass Großbritannien auf der Liste der Staaten aufgeführt werden sollte, die Terrorismus unterstützen.

Victoria Nuland war typisch für ein extensives Netzwerk US-basierender neokonservativer und "humanitärer" Interventionisten, die einen Teil des selben Apparates darstellen, der britischen Schutz für terroristische Zellen auf britischem Boden repräsentiert.

Nulands Ehemann, Robert Kagan, ein führender amerikanischer Neo-Con, war 1999 ein Gründungsmitglied des "Amerikanischen Kommittees für Frieden in Tschetschenien", einer Organisation, die im Freedom House angesiedelt ist, und die tatsächlich die Unterstützung für die Destabilisierung von Russlands Kaukasus-Region aufzog. Die Gruppe wurde von Zbigniew Brzezinski, General Alexander Haig und dem ehemaligen Kongressabgeordneten Stephen Solarz lanciert, um einen öffentlichen Rückhalt für die terroristischen Separatisten in Tschetschenien zu erzeugen. Als der Zweite Tschetschenische Krieg endete, änderte dieses amerikanische Kommittee seinen Namen schlicht zu "Amerikanisches Kommittee für Frieden im Kaukasus" und erweiterte seine Ziele. Das Kommittee ware bis 2013 aktiv.

Präsident Obama gab starke persönliche Unterstützung für die Kriegführung im Stil der "Farbigen Revolutionen" gegen Russland, den Nahen Osten, Nordafrika und China, und unterstützte aktiv die Idee des R2P - "Responsibility to Protect" (die Doktrin der Schutzverantwortung). Die R2P Doktrin behauptet, dass sich nationale Souveränität dem Recht der vorbeugenden Intervention gegen zukünftige Menschenrechtsverletzungen unterordnen müsse. Diese Doktrin ist eine breite Lizenz für Regime-Wechsel-Operationen. Im August 2011 unterzeichnete Präsident Obama die "Präsidentiale Studiendirektive 10", welche den "Unrechtsvorbeuge-Rat" (Atrocities Prevention Board) im Nationalen Sicherheitsrat etablierte. Seine erste Vorsitzende war Samantha Power, derzeit Botschafter bei den Vereinten Nationen.

Während es eine starke Zurückdrängung gegen diesen Rat und der Adoption der R2P-Rationale seitens des US-Militärs und einiger Diplomaten gab, hat das Weisse Haus Obamas die Doktrin des "Post-westphälischen" Endes der Souveränität willkommen geheissen, die 1999 erstmals vom damaligen britischen Premierminister Tony Blair unterstützt wurde. So lange, wie es Obama erlaubt ist, diese Politik zu verfolgen, wird die Welt sich auf stetigem Weg in den 3. Weltkrieg befinden.
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