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Jens Berger: Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, heute nur noch ein "Oscar der Manipulateure"

von Jens Berger
2014-11-16

Jens Berger (http://www.spiegelfechter.com)
Jens Berger (http://www.spiegelfechter.com)
Es folgt ein Zitat aus Udo Ulfkottes Buch "Gekaufte Journalisten", in dem wiederum der Wissenschaftler Jens Berger in einem Zitat über die zunehmende Entwertung des ehemals renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis elaboriert und dabei feststellt, dass dieser Journalistenpreis heute nur noch ein Propagandistenpreis ist.

Zitat:
"Durch eine wohl einmalige Satzung begünstigt, rotten sich immer stärker die Ja-Sager, die Unkritischen, die Manipulateure, die Propagandisten, die Karriere-Journalisten zusammen, die sich nicht der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit verpflichtet fühlen, sondern ihren Auftraggebern, ihren Chefredakteuren und letztlich ihrer Karriere. Die Satzung besagt nämlich in §3 Eintritt von Mitgliedern: (2) Dem bzw. den genannten Preisträgern wird über den Verein die Mitgliedschaft in einem Beirat (§8) angetragen. Der Beirat ist nicht stimmberechtigt. (3) Scheidet eines der Mitglieder des Vereins durch Austritt, Ausschluss oder Tod aus, rückt jeweils ein Beiratsmitglied - und zwar in der Reihenfolge der benannten Preisträger - als neues Mitglied des Vereins nach. Wurden in einem Jahr mehr als eine Person ausgezeichnet, rücken alle diese Presiträger als Mitglieder des Vereins nach. Also, jede Preisträgerin, jeder Preisträger kommt automatisch in den Beirat und steigt früher oder später, auch automatisch, zum Mitglied auf. Alle Mitglieder wiederum sind in Personalunion auch Mitglieder der Jury der Preisverleihung. Soll heißen: Die Jurymitglieder bestimmen darüber, wer über kurz oder lang als Mitglied in die Jury aufsteigt. Dass Leute, wie Thomas Roth, Frank Plasberg oder Anne Will nicht gerade investigative Journalisten für den Preis auswählen, dürfte wohl jedem klar sein. Mittlerweile haben die Aufgerückten in Verein und Jury die Mehrheit. Das Verhältnis der Gründungsmitglieder zu den "Aufgerückten" beträgt mittlerweile zwölf zu vierzehn. Nur so ist es möglich, dass eine Journalistin wie Golineh Atai, die dem Grundsatz des Stiftungsgebers : >> Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache<<, in ihrer Arbeit so diametral gegenüber steht, in diesem Jahr den Preis erhält.

(http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2014/08/ihr-geschaeft-manipulation-und.html?m=1)

Zitiert aus Udo Ulfkottes Buch "Gekaufte Journalisten"
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Thomas Trautzsch
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