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Die Eurasische Groß-Allianz: Entwicklung der Beringstraße

von www.larouchepac.com
2014-05-31

Magnetschwebebahn (commons.wikimedia.org)
Magnetschwebebahn (commons.wikimedia.org)
In einer humorvoll alarmierenden Schlagzeile vom 209.05.2014 fragte die Vancouver Sun: "Plant China eine Hochgeschwindigkeitslinie nach Kanada?" Chinas Pläne für Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind zur Zeit überall präsent und die Sun macht sich nun Sorgen, das China sich nun mit Russland zusammentun könnte. Die Zeitung berichtet:

"Eine Hochgeschwindigkeits-Zugverbindung könnte eines Tages Reisende von China nach Kanada transportieren, laut einiger aktueller Berichte von russischen und chinesischen staatlichen Nachrichte-Webseiten," ... Was wie ein Anflug einer Einbildung aussieht - eine Zugverbindung die sich von Asien bis nach Nordamerika erstreckt über einen Tunnel durch die Beringstaße - könnte auf festem Untergrund stehen, laut den Berichten der China Daily und RIA Novosti."

Trotz des Vancouver Alarms, brachte die Moscow Times am 27. Mai einen langen Analyse-Artikel, "Russland-China Annäherung ist tiefgehend", welcher neue Details über die Wichtigkeit des Treffens vom 20-21. Mai zwischen Präsident Putin und Präsident Xi offenlegt.

Die Times sagt, dass es sich hierbei nicht um eine illusorische russische Drohung für die baltischen und osteuropäischen Staaten handelt, über die das Obama-Weiße-Haus und die NATO sich Sorgen machen. Vielmehr haben sich Russland und China entschieden einer wirtschaftlichen Integration zugewandt, die der zwischen den USA und Kanada ähnlich ist und worin China die analoge Rolle der USA übernimmt. Die getroffenen Vereinbarungen, sagt die Times, wurden typischerweise über viele Jahre diskutiert, doch wurden nun sie alle verabschiedet, aus wirtschaftlichen, sowie politischen Gründen.

Beispiele:
1.) Russland baut für China Schwimmende Kernkraftwerke
2.) Russland erleichtert seine Dual-Use-Technologie Beschränkungen für China
3.) Chinas Autobauer "Great Wall" wird Fabriken in Russland errichten
4.) Das gigantische Öl/Gas/Pipeline Abkommen
5.) China wird in Russland Bahn-Infrastruktur errichten

"Die meisten dieser Abkommen schließen die Einbindung großer und politisch einflußreicher staatlicher chinesischer Firmen in die russische Wirtschaft ein."

Die Zeitung bemerkt ebenfalls, dass

"Putin plant einen weiteren, noch wichtigeren Besuch in China im November, wo beide Seiten wahrscheinlich versuchen, einen noch größeren Rahmen an Vereinbarungen zu unterzeichnen, besonders, da Moskaus Konfrontation mit dem Westen über die Ukraine sich sehr wahrscheinlich bald verschlechtern wird."


In Deutschland und der Ukraine, Magnetschwebebahn statt Krieg

Im Blick auf den nahenden Landtagswahlkampf werden in Sachsen, dem östlichsten Bundesland Deutschlands mit einer Menge wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Kontakte zu Russland, die meisten früheren Debatten in diesem Land um den Bau eines modernen Magnetschwebebahn-Netzes gerade wiederbelebt. Das Magnetschwebebahn-Thema, für welches die BüSo-Partei von Helga Zepp-LaRouche seit langer Zeit die führenden Verfechter waren, wurde nun auch vom Spitzenkandidaten der Piratenpartei bei der Landtagswahl Florian Andre Unterburger, der kürzlich für ein Magnetschwebebahn Pionierprojekt zwischen Dresden und der tschechischen Hauptstadt Prag mit Kosten für ca. 4 Milliarden Euro aufgerufen hat. Passagiere könnten die Distanz zwischen beiden Städten in 45 Minuten überbrücken, so Unterburger.

Die Ukraine anbinden, fortgeschrittene Prototypen

Da das Interesse an solch einer Linie als erstes Segment einer längeren Schwebebahnstrecke, die auch Budapest, Belgrad und darüber hinaus den Balkan anbindet auch von Ungarn und Serbien schon vor einigen Jahren signalisiert wurde, macht es absolut Sinn, die Diskussion über solch ein Projekt jetzt wieder aufzunehmen. Von Prag aus könnte der MAGLEV nach nach Bratislava und von dort aus nach Kiew weiterfahren, indem er kurz nach der slowakisch-ukrainischen Grenze abzweigen und südwärts nach Odessa und zur Krim führen könnte. Das sollte für Russland von besonderem Interesse sein, wo Diskussionen um einen trans-sibirischen Magnetschwebebahnverbund auf dem Petersburger Wirtschaftsforum am 21.-22. Mai auftauchten, wie Itar-Tass berichtete.

Wenn man über die Magnetschwebebahn spricht, denkt man gewöhnlich an den deutschen Transrapid 09, also der Version die gerade in Shanghai zum Passiagiertransfer benutzt wird, jedoch ist die Entwicklung eines Fracht-Transport-Version längst überfällig und sie würde den Schwebebahn-Transport noch attraktiver machen, zumal mit ihr Geschwindigkeiten von 200km/h erreicht werden können, die weder von Standard-Zügen, noch von Trucks erreicht werden können. Standard-Frachtzüge in Deutschland fahren schwerlich schneller als 80km/h, meistens sogar weniger; in Osteuropa fahren Frachtzüge mit durchschnittlich 40-60km/h, oder gar weniger.

Forscher vom Leibniz-Institut für Materialforschung in Dresden arbeiten an einem Projekt, welches die Supraleitfähigkeit als eine Hauptinnovation für die Magnetschwebebahntechnologie ansieht: Der SuperTrans wurde zur Zeit für den urbanen Passagier- und Frachttransport entworfen, sie könnte jedoch auch für Fernverkehr-Frachttransport benutzt werden. Vorerst ist eine 80 Meter lange Teststrecke im Institut in Benutzung und die Leistungsfähigkeit des experimentellen SuperTrans-Systems ist vielversprechend.

Ein supraleitendes Magnetschwebebahn-System wird derzeit auch in Japan gebaut, von Tokio bis nach Osaka. Auch Chinas Wissenschaftler und Ingenieure sind bereits über das bestehende TransRapid (Shanghai) System hinausgegangen und entwickeln eine supraleitende Schwebebahn-Technologie. Diese Technologie wurde in den Brookhaven Laboratorien in New York als erstes entwickelt.


Schwebebahn-Technologie findet wieder Interesse in Russland
Wie Itar-Tass letzte Woche berichtete , wurden die Magnetschwebebahntechnologie für die Züge der Zukunft in Russland am Rande des St. Petersburger Wirtschaftsforums neu diskutiert. Laut diesem Bericht planen die russische Rosatom GEsellschaft und die Russische Eisenbahngesellschaft (RZD) ein gemeinsames Entwicklungsprojekt für Hochgeschwindigkeitszüge auf der Basis der Magnetschwebebahn-Technologie (MAGLEV) in Russland und unterschrieben am 22. Mai beim Forum eine Vereinbarung.

Der neue Zug würde in Russland 9300 km Strecke zwischen Moskau und der fernöstlichen Stadt Wladiwostok binnen 20h überbrücken, für welche konventionelle Züge derzeit weniger als 6 Tage benötigen.

Dieser neue Zug wird ein neues Schienensystem benötigen, das am Jefremow-Institut für Elektrophysische Apparaturen auf der Basis von Permanentmagneten und supraleitenden Materialien, sagte Rosatoms Direktor General Sergej Kirijenko. Die Herstellung wäre nicht von importierten Komponenten abhängig, sagte der Verantwortliche, und würde daher eine neues Hochtechnologie-Segment auf dem russischen Markt aufbauen, welches in der Lage wäre, in der Zukunft mit ausländischen Herstellern auf dem Weltmarkt zu konkurrieren.

Eine Magnetschwebebahn-Teststrecke wird in der Nähe von St. Petersburg angestrebt

Die Russische Eisenbahngesellschaft (RZD) kooperiert mit der staatlichen Kernenergiegesellschaft Rosatom um die Benutzung der Magnetschwebebahntechnologie für die Benutzung zum Frachttransport zu erforschen. Die Kooperationsvereinbarung, die am Rande des St. Petersburger Wirtschaftsforums unterzeichnet wurde, schliesst den Bau einer 3Kilometer langen Teststrecke im Hafen von Ust-Luga ein.

"Wir sprechen über die Bewegung von Containern als Pilotprojekt, aber limitieren die Anwendung nicht darauf, sondern streben im Rahmen des Container-Handlings durchaus auch längere Transportwege an," sagte RZD präsident Wladimir Jakunin.

"Wenn eine Technologie reif ist, wenn sie zur kompatiblen wissenschaftlichen Idee und zur wirtschaftlichen Geburt aufstreben, dann wird sie implementiert werden."
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Thomas Trautzsch
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