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Hoenig reibt den Kongress auf, dafür, dass sie nicht Glass-Steagall durchgebracht haben, und sagt die Rettungspakete für große Banken werden sich wiederholen

von www.larouchepac.com
2014-05-11

Vice Chairman of FDIC Thomas Hoenig (bizjournal.com)
Vice Chairman of FDIC Thomas Hoenig (bizjournal.com)
In einer Rede mit dem Titel "Können wir die Finanzrettungspakete beenden?", die er am 7. Mai beim Boston Economics Club hielt und auf seiner Webseite der Federal Deposit Insurance Corp. veröffentlichte, antwortete Thomas Hoenig essentiell, "Nein, können wir nicht, weil der Kongress die Banken nicht mittels Glass-Steagall getrennt hat." Er räumte ebenso unverblümt mit dem Hype um Dodd-Frank auf und mit den Änderungen, die dieses Gesetz nach dem Glauben vieler Menschen für die großen Banken gebracht haben soll.

Über die Großen Banken sagte er, dass sie heute größer, komplizierter und noch verwobener sind, als im damaligen Crash von 2007/2008. Die Vermögen der 8 größten Banken der Welt entsprechen 65% des Welt-Bruttosozielproduktes. Deren durchschnittliche Derivatanteile von 60 Billiarden US$ ist 30% höher als 2007. Und sie sind noch komplexer geworden.

"Sie haben das Sicherheitsnetz und dessen Subventionierungen genutzt, um ihre Expansion über den Globus voranzutreiben. Sie haben weiterhin kommerzielle, Investmentbanken-, sowie Broker- und Dealeraktivitäten miteinander kombiniert. Es wurden keine fundamentalen Änderungen in den Großhandels-Fondmärkten, dem Vertrauen in bankähnliche Geldmarktfonds oder in die Benutzung von Repos vorgenommen, die in Zeiten des finanziellen Stresses die größten Verletzlichkeiten verursachen."

Und sie sind immer noch absolut überbewertet bzgl. ihres Fremd- zu Eigenkapitalsverhältnisses, sagte Hoenig, mit einem Durchschnittsverhältnis der größten 8 Banken von 22:1, und dies trotz des ganzen Hypes über die Eigenkapitalerhöhungen, die sie vermeintlich unternommen haben sollten.

Im Kontrast dazu,

"ersticken Regionalbanken unter den Schichten neuer Regulierungen obwohl diese weitaus höhere Kapitalanteile halten, als die größten Banken- und Finanzinstitute.";

Das duchschnittliche Fremd- zu Eigenkapitalverhältnis der Regional- und Gemeindebanken liegt bei 12:1.

Bail-In, so Hoenig, ist ein Bail-Out von Gegenparteien in Derivatkontrakten, sogenannter qualifizierter Finanzkreditoren.

"Unter dem Titel II, ungleich dem Titel I über die Insolvenz, ist das Finanzministerium berechtigt, kurzfristige Kreditoren finanziell zu unterstützen, die es z.B. vermeiden würden, allgemeine (unversicherte) Kreditoren zu werden, indem sie aus Operationseinheiten der Firma, also den Brokern, Dealern, Vericherungsgesellschaften, Finanz- und Handelsfirmen, dei bestehen bleiben, austreten würden. Dies führt nur zur Weiteren Verschlimmerung des Too-Big-to-Fail Problems."

Das ist der Grund, warum die großen Banken Titel II, also den Bail-In wollen, sagt er. Und die Steuerzahler sollen die Bangebühren zurückerstattet bekommen, jedoch erst Jahre später.

Hoenig schloss mit einer Kritik am Kongress, der dieses massive Problem allein den derzeitigen Regulierern überlässt:

"Um sicher zu sein, Regulierungsagenturen zu haben, anstatt Gesetzgeber, welche die nationale Finanzstruktur und deren Business-Aktivitäten bestimmen ist weniger als ideal. Am Ende ist die gesetzliche Trennung von hochsubventionierten Kommerzbanken vom Nicht-bankenhandel und ähnlichen Aktivitäten die bessere Wahl."
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