Mobirise website generator

Was ist das Erfolgskriterium in Syrien - Teil 2

von Thomas Trautzsch
2016-03-25
Die Infrastrukturelle Enticklung der Levante

Als ob seine Exzellenz, der Präsident der Russischen Föderation, Herr Putin meine Stimme im Teil1 dieses Beitrags erhört hätte, so kam es vor einigen Wochen zur Bekanntgabe des Kremls, dass ein Hauptteil der russischen Truppen aus Syrien abgezogen wird, vermutlich, um den Weg frei zu machen für eine politische Lösung des Konflikts, über den die Gesamtheit der syrischen Bevölkerung selbst durch Wahlen entscheiden muss. Die westlichen Rufe "Assad muß weg" entsprechen nicht den vermeintlichen europäischen und transatlantischen Werten im Bezug auf die Demokratie. Das ist eine Angelegenheit der Syrer, dies zu entscheiden. Ich hoffe, dass Russland in dieser Angelegenheit seine konstruktive Rolle beibehält. Dabei wird bedeutend sein, die Notwendigkeit der strategischen Eindämmung US-amerikanischer Hegemonialansprüche auch unter Umständen gemeinsamer Verhandlungen nicht zu vernachlässigen, denn die nicht allzu vergangene Geschichte zeigt, dass der amerikanische Adler oft mit gespaltener Zunge spricht und seine Handlungen nicht immer den gemachten Versprechungen entsprechen. Russland bleib wachsam.

Das Phönix-Projekt: Der vernünftigste Vorschlag zur Zukunft Syriens

Es ist mittlerweile eine gut dokumentierte Tatsache, dass die deutsche Politik ihr Augenmerk mehr auf die Effekte als auf die Ursachen der Syrienkrise richtet. Bei der hierzulande alles beherrschenden Flüchtlingskrise werden Diskussionen um die wahren Ursachen der Syrienkrise tunlichst vermieden. Es gibt wenige Ausnahmen, wie z.B. den deutschen Entwicklungsminister Gerd Müller, oder die Linken-Ikone Sahra Wagenknecht, die einen Hauch von ehrlicher Ursachenanalyse in den politischen Diskurs einfliessen lassen. Doch auch bei diesen raren Persönlichkeiten, fehlt es nach all den ehrlichen und mahnenden Worten oft an einer reellen nachhaltigen Vision zur Verwirklichung einer wirtschaftlichen Aufbau-Perspektive für Syrien und die gesamte Levante. In diesem Zusammenhang fällt oft der historische Referenzbegriff "Marshall-Plan", wobei sich die wenigsten Nutzer dieses Begriffes der strategischen und organisatorischen Bedeutung dieses Wortes bewusst sind und sich kaum in der Lage zeigen, abseits dieser Floskeln ein reales Programm für die Entwicklung dieser Region vorzulegen. Das heisst aber bei Weitem nicht, dass derartige Programme nicht existieren.

Der sinnvollste Vorschlag in dieser Angelegenheit, einhergehend mit einer meiner Ansicht nach korrekten Analyse der Ursachen, ist das so genannte Phoenix-Programm für den Wiederaufbau Syriens von der Bürgerrechtsbewegung Solidarität. Dieses Programm zeichnet aus, dass es neben seiner Ursachenanalyse eine nachhaltige und sehr konkrete Politikorientierung im Bezug auf die Lösung des Syrienkonflikts darstellt. Nicht nur wird eine Syrien-bezogene Lösung entwickelt, sondern Syrien wird als Teil eines Entwicklungsgesamtkonzepts gesehen, welches den gesamten Nahen Osten und sogar die ganze Welt mit einbezieht. Es sind genau diese Eckpunkte einer Entwicklungspolitik, die dem syrischen Volk zum Verhängnis wurden. Wie wir auch diesem Programm entnehmen können, war es die Vision der 5 Meere, einer von Bashar al Assad vertretenen Entwicklungsstrategie für Syrien als logistisches Bindeglied der Energie- und Handelswirtschaft zwischen Asien und Europa, welche die USA veranlassten, die bewusste Dämonisierung und geheimdienstliche Bekämpfung Assads vorzunehmen. Ich empfehle jedem Menschen, der den Entwicklungen im Nahen Osten und auch weltweit nicht indifferent gegenübersteht, sich dieses Programm durchzulesen und sich der Möglichkeiten bewusst zu werden, die durch die infrastrukturelle und subsequent wirtshaftliche Entwicklung der interkontinentalen Nahtpunkte in der Welt entstehen können. Dies ist eine Angelegenheit der gesamten Menschheit.



Es ist an der Zeit, die allgemeine Haltung, man könne gegen die imperialen Ansprüche der USA und seiner nächsten Verbündeten in Europa nichts ausrichten, ein für alle Mal abzulegen und klar und offen dagegen anzutreten und zwar nicht im Rahmen irgendeiner Ideologie, sondern im Rahmen einer rein humanistischen Angelegenheit der Entwicklung der gesamten Menschheit. Keinen geringeren Anspruch sollte man als Weltbürger heute haben.

Es grüßt
Ihr Thomas Trautzsch

ADDRESS
Thomas Trautzsch   
Jacob-Michelsen-Str. 3, 07749 Jena

CONTACTS
Email: thomas.trautzsch@ars-inveniendi.com
Phone: +49 157 59 23 8449

Thanks for filling out form!