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Eduard Limonov: Europas Selbstzerstörung ist irreversibel

von Eduard Limonov
2015-09-13

Eduard Limonov, Author und Politiker, Führer der Partei "Das andere Russland"

Ein Artikel von Izvestia.ru

Aus dem Russischen in das Englische übersetzt von Kristina Rus von Fortruss.blogspot.de

Aus dem Englischen in das Deutsche übersetzt von Thomas Trautzsch

Der Prozess hat begonnen, der Prozess der Selbstzerstörung des Westens

Author und Politiker Eduard Limomov schreibt darüber, warum die derzeitige Migration nach Europa in ihren Konsequenzen mit 9/11 verglichen werden kann.

Um es kurz zu fassen: Die Welt ist weniger demokratisch geworden. Als Reaktion auf die Tragödie von 9/11 gab es eine Menge mehr Polizei und Elemente des Totalitarismus. Überall: in den Vereinigten Staaten von Amerika un im alten aber unvorsichtigen Europa.

Die USA sind, um jemanden für das Verbrechen von 9/11 verantwortlich zu machen, in Afghanistan einmarschiert, das sich friedlich in seiner nicht gerade kämpferischen Version des Mittelalters wiegte, und zwar unter dem Vorwand, dass Afghanistan Bin-Laden beherbergen würde und das dieser saudische Trouble-Maker die Attacken in New York organisiert hätte. Ich persönlich glaube, dass Bin Laden, der hochgestochene Anführer von Al-Kaida einfach nur den Ruhm für den größten Terrorakt der Geschichte abbekomen hat.

Wir alle lebten die letzten 14 Jahre in der Atmosphäre der schrumpfenden Freiheiten und die Elemente der Unfreiheit, die den Praktiken in George Orwells Buch "1984" sehr ähnlich sind, verwurzeln sich immer mehr in unserem Leben. Noch nicht wirklich Faschismus, aber eine spezielle Form des Totalitarismus - der Angst, natürlich - aber das macht es nicht einfacher.

Ich setze die epidemische süße Liebe zwischen den europäischen Regierungen und und der der USA in Beziehung zu den selben geifernden Gesten der gleichgeschlechtlichen Liebe und Ehen, wie das Schwenken der Rechte der Behinderten und der Adoption von kranken und auslänsischen Kindern usw. - sie können die Liste fortsetzen, im speziellen mit der Verengung des politischen Lebens im Westen und dem Anwachsen der Polizeimacht.

So sind wir durch die letzten Jahre gekommen. 2013, 2014 und 2015 brachten unsd neue Überraschungen und werden es noch weiter tun. Europa steht vor einer Wahl: entweder wird es militant-nationalistisch mit Elementen des Nazismus und Faschismus, oder es wird sich grundlegen über die Erkenntlichkeit hinaus verändern. Das Problem der Invasion von Flüchtlingen nach Europa - ist die schrecklichste Herausforderung für Europa in seiner Geschichte.

Was ist die Situation?

Als Ergebnis der Raubtierpolitik der USA und Europa wurde die Staatlichkeit verschiedener wichtiger Länder zur Hölle gesdchickt. Afghanistan, Irak, Lybien - nun macht man auch Syrien fertig - wurden vom Westen attackiert. Die so genannten "Menschenrechtskriege", die bewaffneten Konflikte, die vom Westen vom Zaun gebrochen wurden, waren und bleiben Aggressionen, die nur einen modernen "Menschenrechtsmantel" gehüllt wurden, um seine kannibalistischen Grundzüge zu verbergen. Afrika ist destabilisiert, direkt oder indirekt, die Zusammenstöße zwischen "Gut" und "Böse" in verschiedenen Afrikanischen Ländern - Mali, das hervorstechendste Beispiel - wurde ebenfalls in seiner Staatlichkeit zerstört.

Die Ukraine brach ihre eigene Staatlichkeit scheinbar von selbst, wurde sie aber dabei nicht von den Amerikanern, den Polen, den Holländern, den Deutschen, den Finnen, den Franzosen, den Balten unterstützt, die zu den Ukrainern auf dem Maidan gesprochen haben? So, die Ukraine reiht sich nun in die Zahl der Staaten ein, die zerstört wurden. Die Europäer und die Yanks wiegel die Russen und den Maidan systematisch gegeneinander auf. Interessanterweise, jetzt, da Russland weder Kommunistisch noch sowjetisch ist, werden wir mit der selben Inbrunst gehasst, weswegen klar wird, so hoffe ich, dass Anti-Kommunismus und Anti-Sowjetismus nur eine Tarnung für deren Russophobie waren.

Es ist klar, dass die Menschen und Völker aus ihren zerstörten Ländern fliehen.

Und wo sollen sie sich hinwenden?

Die Küsten der USA sind weit weg und die fragilen Boote schaffen es nicht über den großen Ozean.

Und von der verwüsteten Küste Libyens ist die italienische Insel Lampedusa nur ein Steinwurf entfernt. Und Griechenland ist nahe.

Egal, wie bösartig, clever und reich ISIS ist, wie auch immer, sie können es sich nicht leisten, den Exodus einer unausgesprochenen Zahl von Flüchtlingen zu organisieren. Ich unterstütze nicht die Hypothese, dass die Unmenschen der Hölle hundert-tausende Flüchtlinge nach Europa gebracht haben. Es ist nicht die ISIS.

Und darin, dass die meisten "Barbaren", die sich nach Europa durchschlagen junge Männer sind, sehe ich ein einfaches Muster. Männer sind einfach in besserer körperlicher Verfassung als Frauen und Kinder und können die Schwierigkeiten und Leiden der Reise über die drei Meere zum reichen Europa und seinem Herzen - dem reichen Deutschland besser verkraften.

Welche von ihnen vor dem Krieg weglaufen und andere vor dem Ruin und der Armut, die eine Folge des Krieges sind, ist schwierig festzustellen. Und der größte Professor der Sorbonne kann das nicht begreifen. Beide sind wahr.

Ihr Europäer und Amerikaner habt diesen Ameisenhaufen aufestochert indem ihr ihn mit euren Stiefeln getreten habt, also was wollt ihr? Beschwert euch nicht und jammert nicht herum, es ist Eure Schuld! Damit diese Migranten nicht zu Euch kommen, müsst ihr für sie unerträgliche Bedingungen schaffen. Aber ihr werdet das nicht tun. Nun, nicht weil ihr so freundlich seid, das seid ihre weiß Gott nicht, aber Euer Image der "Guten Wünsche" ist Euch wichtig, ihr die ihr Eure Hände reinwascht vom Blut der Bürger der Staaten, die ihr in Stücke zerschlagen habt.

Wie am 11. September 2001, werden Flüchtlinge (die Bilder des Bahnhofs in Budapest sind auf den Punkt und stark, weil dies der Nahe Osten, Asien und Afrika in Foto und Video sind, aber nicht Europa) die Welt über ihre Kenntlichkeit hinaus verändern. Sie verändert sich bereits.

Entweder wird es eine neue Religion geben, schwarze Augen und dunkle Haut. Gott schütze uns vor den Anschuldigungen des Rassismus (nur für den Fall), aber die Bürger in Deutschland werden die Bürger des Nahen Ostens wiederspiegeln, oder es wird faschistische und rassistische Staaten geben, die sich hinter Stacheldrähten, Mauern und Maschinengewehren verstecken. Es gibt keine dritte Option.

In Russland, so erfuhr ich heute, gibt es mittlerweile 2.5 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine (oder genauer 2503680 Menschen), aber man kann sie nicht von Russen unterscheiden. Uns bedroht also keine Assimilation. Wir haben die selben Augen, die selbe Haut, die selbe Religion. Wir werden keine Probleme der Adaption von Ukrainern haben. Wir sind in einer besseren Position als das unglückliche Europa, das dazu verurteilt ist, in seiner Form, in der es seit einem halben Jahrtausend existierte, zu verschwinden.

Ich sorge mich darum. Ich hätte lieber das Alte Europa. Aber wenn andere Optionen nicht möglich sind und es sich aggressiv gegenüber Russland verhält, dann lasst es verschwinden.

Und zu Guter letzt.

Der Prozess der Selbstzerstörung des Westens ist bereits unumkehrbar. Wie Gorbatschow zu sagen pflegte, "der Prozess hat begonnen".

Wir haben dem Prozess der Selbstzerstörung der UdSSR zugesehen. Nun ist Europa dran. Jedem das Seine.

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