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Großmeister Putins Goldene Falle

von Dmitri Kalinitschenkow
2015-07-09
Grandmaster Putin


Ein Artikel von Dmitri Kalinitschenkow für Investcafe.ru

Übersetzt aus dem Russischen von Kristina Rus (www.fortruss.blogspot.de)

Übersetzt aus dem Englischen von Thomas Trautzsch

Die Anschuldigungen des Westens gegenüber Putin sind traditionell auf der Tatsache aufgebaut, daß er für den KGB arbeitete. Daher muß er eine grausame und unmoralische Persönlichkeit sein. Putin wird für alles beschuldigt, jedoch kann ihn niemand für fehlende Intelligenz verantwortlich machen.

Jegliche Beschuldigungen gegen diesen Mann betonen eigentlich nur seine Fähigkeit des schnellen, analytischen Denkens und der klaren balancierten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen.

Die westlichen Medien vergleichen diese Fähigkeit mit der eines Großmeisters, der eine öffentliche Simultan-Schachpartie durchführt.

Kürzliche Entwicklungen in der US-Wirtschaft und im Westen im Allgemeinen erlauben es uns zu schlussfolgern, dass dieser Teil der Einschätzung von Putins Persönlichkeit absolut korrekt ist.

Trotz zahlreicher Erfolgsberichte im Stile von Fox News und CNN, befindet sich die westliche Wirtschaft, die von den USA angeführt wird, in Putins Falle, aus der der Westen keinen Weg herausfinden kann. Und je mehr sie es versuchen, desto mehr verstricken sie sich darin.

Was ist also das wahrlich tragische Dilemma des Westens und der Vereinigten Staaten, in dem sie sich befinden? Und warum schweigen alle westlichen Medien und führenden Ökonomen darüber, als ob es ein gut bewachtes militärisches Geheimnis sei? Lassen Sie uns die Essenz der aktuellen wirtschaftlichen Vorgänge verstehen und zwar im Zusammenhang der Wirtschaft und unter Vernachlässigung der moralischen Faktoren, ethischen Standards und der Geopolitik.

Nachdem er sein Versagen in der Ukraine erkannt hat, versuchte der Westen, angeführt von der USA, die russische Wirtschaft durch die Senkung der Ölpreise und damit auch der Gaspreise zu zerstören, welche die Hauptbudgetquellen des russischen Exportumsatzes und die Hauptquelle der Aufstockung russischer Goldreserven darstellten.

Es sollte erwähnt werden, daß das Hauptversagen des Westens unter Führung der USA nicht politischer oder militärischer Natur ist, sondern in der eigentlichen Weigerung Putins liegt, das westliche Projekt der Ukraine auf Kosten des Budgets der Russischen Föderation zu finanzieren. Was macht dieses Projekt des Westens unhaltbar in der nahen unabänderlichen Zukunft?

Beim lezten Mal, unter Präsident Reagan, führten solche Aktionen des Westens, also die Senkung des Ölpreises, zum Erfolg und dem Zusammenbruch der UdSSR. Jedoch wiederholt sich Geschichte nicht immer. Dieses Mal liegen die Dinge für den Westen anders. Putins Antwort an den Westen reflektiert Schach, als auch Judo, wenn die Stärken des Gegners gegen ihn selbst eingesetzt werden, mit minimalem eigenem Kraft- und Resourcenaufwand des Verteidigers. Putins Politik ist nicht öffentlich. Putins Politik konzentriert sich nicht so sehr auf den Effekt, sondern auf Effizienz.

Nur eine handvoll Leute verstehen, was Putin in Moment tut. Und nahzu niemand versteht, was er in der Zukunft tun wird.

Egal wie seltsam es erscheinen mag, doch im Moment verkauft Putin russisches Öl und Gas nur gegen physisches Gold.

Putin macht darum keinen Lärm in der Welt. Und natürlich akzeptiert er immer noch US-Dollar als unmittelbares Zahlungsmittel. Doch er tauscht diese Dollar aus den Öl- und Gasverkäufen sofort für physisches Gold ein!

Um das zu verstehen, reicht es, sich die Wachstumsdynamik der russischen Goldreserven anzuschauen und diese mit den Wechselkurseinnahmen der Russischen Föderation aus dem Öl- und Gasgeschäft über die selbe Periode hinweg zu vergleichen.



Darüber hinaus sind die russischen Käufe physischen Goldes im dritten Quartal auf einem Allzeithoch, auf einem Rekordniveau. Im dritten Quartal diesen Jahres hat Russland eine unglaubliche Menge an Gold gekauft, in etwa 55 Tonnen. Das ist mehr, als alle Zentralbanken aller Länder der Welt zusammen haben. (Laut offiziellen Daten!)

Zusammengenommen haben alle Länder der Welt 93 Tonnen des Edelmetalls im dritten Quartal 2014 gekauft. Es war das 15. Jahr in Folge in dem Zentralbanken zusammengenommen Gold kauften. Von diesen 93 Tonnen an Goldkäufen durch die Zentralbanken in der ganzen Welt, gehören 55 Tonnen Russland.

Vor nicht allzu langer Zeit sind britische Wissenschaftler erfolgreich zur selben Schlussfolgerung gekommen, wie sie im Schluß des geologischen Berichtes der USA vor ein paar Jahren veröffentlicht wurde. Nämlich: Europa wird nicht in der Lage sein, ohne Energieversorgung aus Russland zu überleben. Aus dem Englischen in jede andere Sprache der Welt übersetzt bedeutet das: "Die Welt wird nicht in der Lage sein zu überleben, wenn Öl und Gas aus Russland aus der globalen Balance der Energieversorgung herausgenommen werden."

Daher befindet sich die westliche Welt, die auf der Hegemonie des Petrodollars aufgebaut ist, in einer katastrophalen Situation, in der sie ohne Öl- und Gasversorgung aus Russland nicht überleben kann. Und Russland ist nun so weit, sein Öl und Gas an den Westen nur im Austausch gegen physisches Gold zu verkaufen. Der Dreh bei Putins Spiel ist, daß die Mechanismen für den Verkauf russischer Energie an den Westen nur gegen Gold nun unabhängig davon funktioniert, ob der Westen zustimmt, für russisches Gas und Öl mit künstlich billig gehaltenem Gold zu bezahlen, oder nicht.

Russland, das einen steten Dollarzufluss vom Verkauf von Öl und Gas hat, wird in jedem Fall in der Lage sein, diesen zu Gold zu konvertieren, da der Goldpreis derzeit vom Westen mit aller Macht niedrig gehalten wird. Das bedeutet, daß der Goldpreis künstlich und akribisch durch die FED und den ESF viele Male gesenkt wurde. Dem gegenüber steht die künstlich aufgeblasene Kaufkraft des Dollars durch Marktmanipulation.

Interessante Tatsache: Die Unterdrückung des Goldpreises durch die spezielle Abteilungen der US-Regierung ESF (Exchange Stability Fund) - mit dem Ziel, den Dollar zu stabilisieren, wurde in den USA zum Gesetz erhoben.

In der Finanzwelt wird es als gegeben angesehen, dass Gold als Anti-Dollar betrachtet wird.

- 1971 schloß US-Präsident Richard Nixon das Goldfenster und beendete dadurch den freien Handel von Dollars für Gold, der vorher durch die USA mit der Bretton-Woods-Vereinbarung von 1944 garantiert wurde.

- 2014 hat der russische Präsident Wladimir Putin das Goldfenster wieder geöffnet, ohne Washington darum um Erlaubnis zu bitten.

Im Moment verwendet der Westen auf der einen Seite große Anstrengungen und Resourcen darauf, den Preis von Gold und Öl niedrig zu halten und verzerrt dadurch die existierende ökonomische Realität zu Gunsten des US-Dollars und um auf der anderen Seite die russische Wirtschaft zu zerstören, die sich weigert, die Rolle des gehorsamen Vasallen des Westens zu spielen.

Heute erscheinen solche Rohstoffe, wie Gold und Öl, proportional geschwächt und gegen den Dollar exzessiv unterbewertet. Dies sind Konsequenzen der enormen wirtschaftlichen Anstrengungen auf westlicher Seite.

Und nun verkauft Putin russische Energieresourcen im Austausch gegen diese US-Dollar, die künstlich durch westliche Anstrengungen aufgeblasen wurden. Damit kauft er sofort Gold, das künstlich gegen den US-Dollar durch den Westen selbst abgewertet wurde!

Es gibt ein anderes interessantes Element in Putins Spiel. Russisches Uran. Jede sechste Glühlampe in den USA hängt von diesem ab. Dieses Uran wird auch von Russland an die USA verkauft, gegen Dollar.

Also, im Austausch gegen russisches Gas, Öl und Uran bezahlt der Westen Russland mit Dollars, deren Kaufkraft künstlich durch westliche Anstrengungen gegen Öl und Gold aufgeblasen wurde. Doch Putin benutzt diese Dollars ausschließlich, um im Austausch physisches Gold vom Westen abzuziehen, zum dollar-denominierten Preis, der ebenfalls vom Westen künstlich gesenkt wurde.

Diese wahrhaft brilliante Kombination durch Putin reduziert den Westen, angeführt durch die USA, in die Rolle einer Schlange, die aggressiv und fleißig ihren eigenen Schwanz verschlingt.

Die Idee dieser goldenen Falle für den Westen stammt vermutlich nicht von Putin selbst. Höchstwahrscheinlich war es die Idee von Putins Berater für Wirtschaftsangelegenheiten - Dr. Sergej Glasjew. Zusammen mit vielen anderen russischen Geschäftsleuten wurde dieser auf Washington's Sanktionsliste gesetzt? Die Idee des Ökonomen Dr. Sergej Glasjew wurde von Putin brilliant umgesetzt, mit voller Unterstützung seines chinesischen Amtskollegen - Xi JinPing.



Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage der ersten stellvertretenden Vorsitzenden der russischen Zentralbank Xenia Judajewa, die betonte, daß die russische Zentralbank das Gold in ihren Reserven für Importe verwenden kann, sollte man es benötigen. Es ist offensichtlich, dass hinsichtlich der Sanktionen durch die westliche Welt mit dieser Aussage die BRICS-Staaten angesprochen werden, allen voran China. Für China ist die russische Absicht, Güter mit westlichem Gold zu bezahlen sehr bequem. Und hier kommt die Begründung:

China verkündete kürzlich, daß es die Erhöhung seiner Goldreserven und Dollarreserven einstellen wird. Angesichts des wachsenden Handelsdefizits zwischen den USA und China (das derzeitige Defizit ist fünffach zugunsten Chinas) übersetzt sich diese Aussage aus der Finanzterminologie folgendermaßen: "China hört auf, seine Güter in Dollar zu verkaufen" Die Medienwelt zog es vor, diesen größten aller kürzlichen monetären historischen Ereignisse zu ignorieren. Das Problem ist nicht, das China sich sprichwörtlich weigert, seine Güter für Dollar zu verkaufen. China wird natürlich weiterhin Dollars als unmittelbares Zahlungsmittel für seine Güter akzeptieren. Jedoch diese eingezahlten Dollar werden sofort durch etwas anderes im Rahmen ihrer Währungs- und Goldreserven ersetzt. Ansonsten verliert die Aussage der monetären Authoritäten in China seine Bedeutung: "Wir stoppen das Anwachsen unserer Gold- und Währungsreserven, die in US-Dollar denominiert sind." Das bedeutet, China wird nicht länger amerikanische Staatsanleihen kaufen, für Dollar, die es aus dem Handel mit anderen Ländern eingenommen hat.

Folglich wird China all seine Dollars, die es für seine Gütern nicht nur von den USA, sondern von überall aus der Welt erhält mit etwas anderem ersetzen, um nicht die Gold- und Währungsreserven zu erhöhen, die in US-Dollar denominiert sind. Und hier ist die interessante Frage: Womit wird China all diese Handelsdollar ersetzen? Mit welcher Währung oder welchem Wert? Eine Analyse der derzeitigen chinesischen Finanzpolitik zeigt, dass die Handelsdollar oder zumindest ein substanzieller Teil davon still und leise bereits durch Gold ersetzt wird.

Unter diesem Aspekt ist das Solitär der russisch-chinesischen Beziehungen extrem erfolgreich für Moskau und Peking. Russland kauft Güter aus China direkt für Gold zum aktuellen Preis, während China russische Energieresourcen mit Gold zum aktuellen Preis erwirbt. In diesem russisch-chinesischen Festival des Lebens gibt es einen Platz für alles: chinesische Güter, russische Energieresourcen und Gold als gemeinsames Zahlungsmittel. Nur der US-Dollar hat keinen Platz in diesem Festival des Lebens und das kommt nicht überraschend, weil der US-Dollar kein chinesisches Produkt oder eine russische Energieresource ist. Er ist nur ein unmittelbares Finanzinstrument zum Zahlungsausgleich - und ein unnötiger Mittelmann. Und es ist Gewohnheit, unnötige Mittelmänner von der Interaktion zweier unabhängiger Geschäftspartner auszuschließen.

Es sollte auch gesondert erwähnt werden, daß der globale Markt für physisches Gold extrem klein ist im Vergleich zum Markt für physische Ölversorgung. Und besonders der Weltmarkt für physisches Gold ist mikroskopisch, verglichen mit der Gesamtheit des Weltmarktes für physische Öl-, Gas-, Uran- und Güterlieferung.

Die Betonung liegt stets auf dem Ausdruck "physisches Gold", wegen seines Austauschs in physischer und nicht in "Papier-Gold"-Form. Russland zieht nun Gold vom Westen ab, jedoch nur in physischer Form und nicht in Papierform. Ebenso China, indem es das künstlich entwertete physische Gold als Zahlungsmittel für physische Lieferungen realer Produkte in den Westen annimmt.

Die Hoffnung des Westens, dass Russland und China als Bezahlung für ihre Energieresourcen und Güter "Shit-Coins" oder so genanntes Papiergold verschiedener Arten akzeoptieren, hat sich nicht bewahrheitet. Russland und China sind nur in Gold und nur physisches Gold als finales Zahlungsmittel interessiert.

Als Referenz: Der Turn-Over des Papiergoldmarktes, also nur der Gold-Futures, wird auf 360 Milliarden Dollar pro Monat geschätzt. Physisches Gold jedoch nur auf 280 Millionen pro Monat. Das ergibt ein Verhältnis des Handels mit Papiergold zu jenem mit physischem Gold 1000 zu 1.

Durch die Benutzung des Mechanismus des aktiven Abzuges eines durch den Westen künstlich niedrig gehaltenen Finanzwertes (Gold) im Austausch gegen einen anderen künstlich aufgeblasenen westlichen Finanzwert hat Putin den Countdown für das Ende der Hegemonie des Petrodollars eingeläutet. Darum hat Putin den Westen in einer Blockade in Abwesenheit jeglicher positiver wirtschaftlicher Aussichten.

Der Westen kann so viel Anstrengungen unternehmen, wie er will, um die Kaufkraft des Dollars künstlich zu erhöhen, die Ölpreise und die Kaufkraft des Goldes künstlich niedrig zu halten. Das Problem des Westens ist, dass die physischen Goldvorräte im Besitz des Westens nicht grenzenlos sind. Daher verliert der Westen um so schneller sein entwertetes Gold aus seinen nicht unendlichen Reserven je mehr er das Öl und das Gold gegen den US-Dollar etwertet.

In diesem Zug der wirtwschaftlichen Kombination, der von Putin brilliant gespielt wird, fließt physisches Gold rapide nach Russland, China, Brasilien, Kasachstan und Indien, also zu den BRICS-Nationen und zwar aus den Reserven des Westens. Angesichts der derzeitigen Rate der Verringerung der Vorräte physischen Goldes in den Reserven des Westens hat dieser einfach nicht die Zeit, um irgendetwas gegen Putins Russland zu unternehmen bis zum Zusammenbruch der gesamten westlichen Petro-Dollar-Welt. Im Schach nennt man die Situation, in die Putin den Westen gebracht hat "Zeitproblem".

Der Westen stand nie vor solchen wirtschafltichen Ereignissen und Phänomenen, die derzeit passieren. Die UdSSR verkaufte Gold in rapidem Maße während des Verfalls des Ölpreises. Russland kauft rapide Gold während des Falls der Ölpreise. Daher stellt Russland eine reale Gefahr für das amerikanische Modell der Welt-Dominanz des Petro-Dollars dar.

Das Hauptprinzip des Modells der Petro-Dollar-Welt erlaubt welstlichen Ländern unter Anführung der USA auf Kosten der Arbeit und der Resourcen anderer Nationen und Völker zu leben, basierend auf der Rolle der US-Währung, die das globale Geldsystem (GMS) dominiert. Die Rolle des US-Dollars im GMS ist die des ultimativen Zahlungsmittels. Das bedeutet, daß die nationale Währung der USA im GMS der letztendliche Wertakkumulator ist, dessen Austausch mit jeglichen anderen Werten keinen Sinn macht.

Was die BRICS-Nationen, angeführt von Russland und China derzeit tun, ist die eigentliche Änderung der Rolle und des Status' des US-Dollars im globalen Finanzsystem. Aus dem ultimativen Zahlungsmittel und dem Reichtumsakkumulator, also der nationalen Währung der USA, wird durch die gemeinsamen Aktionen von Moskau und Peking ein bloßes unmittelbares Zahlungsmittel, das nur dem Zweck des Austauschs als vorläufige Zahlung für einen anderen ultimativen Finanzwert - Gold - dient. Deswegen verliert der Dollar seine Rolle als letztes Zahlungsmittel und Vermögensakkumulator und reicht beide dieser Rollen an einen anderen anerkannten, de-nationalisierten und de-politisierten Monetärwert weiter - Gold.

Traditionell hat der Westen zwei Methoden, die Bedrohungen der Hegemonie des Petro-Dollars in der Welt und seiner konsequenten exzessiven Privilegien zu eliminieren.

Eine dieser Methoden - Farbrevolutionen. Die zweite Methode, die gewöhnlich vom Westen angewandt wird, wenn die erste Methode versagt - militärische Aggression und Bombardierungen.

Jedoch im Falle Russlands sind beide dieser Methoden entweder unmöglich oder für den Westen unakzeptabel.

Dies ist aus dem Grunde, weil erstens, die russische Bevölkerung, ganz anders als die Menschen in anderen Ländern, es nicht wünschen, ihre Freiheit und die Zukunft ihrer Kinder für westliche Wurst einzutauschen. Das wird aus den Rekordwerten der popularitätsumfragen für Putin ersichtlich, die regelmäßig von führenden westlichen Ratingagenturen veröffentlicht werden. Die persönliche Freundschaft des von Washington protegierten Nawalni mit Senator McCain gereichten Putin zum Vorteil und rückten Nawalni und Washington in eine negative Rolle. Wie wir aus den Medien erfahren, empfinden 98% der russischen Bevölkerung Nawalni nur als Vasall Washingtons und einen Verräter an Russlands nationalen Interessen. Daher können westliche Professionelle, die noch nicht ihren Verstand verloren haben, nicht von irgendeiner Farbrevolution in Russland auch nur ansatzweise träumen.

Hinsichtlich der zweiten traditionellen westlichen Art der direkten militärischen Aggression muss man festhalten, dass Russland sicherlichj kein Jugoslawien ist, kein Irak oder Lybien. In jeglicher nicht-nuklearen Militäroperation gegen Russland auf russischem Territorium durch den Westen unter Führung der USA ist dieser zur Niederlage verdammt und die Generäle im Pentagon, die wirkliche Führung der Natostreitkräfte sind sich dessen bewusst. Ähnlich aussichtslos ist ein Nuklearkrieg gegen Russland, einschließlich des Konzepts des so genannten "Vorbeugenden nuklearen Entwaffnungsschlags". NATO ist einfach technisch nicht in der Lage, eine Angriff zu platzieren, der das komplette nukleare Potential Russlands iun all seinen verschiedenen Manifestationen ausschalten könnte. Ein massiver Vergeltungsschlag auf den Gegner oder einen Pool von Gegnern wäre unausweichlich. Und seine gesamte Kapazität wäre genug, dass die Lebenden die Toten beneiden würden. Das bedeutet, dass ein Austausch nuklearer Angriffe mit einem Land wie Russland keine Lösung für den schwelenden Zusammenbruch der Petro-Dollar-Welt ist. Er wäre im besten Fall ein Schlußakkord und der letzte Punkt in der Geschichte seiner Existenz. Im schlechtesten Fall - ein nuklearer Winter und das Verenden allen Lebens auf dem Planeten, außer der Bakterien, die aufgrund der Strahlung mutieren.

Das westliche Wirtschaftsestablishment kann die Essenz der Situation erkennen und verstehen. Führende westliche Ökonomen sind sich mit Sicherheit des Ernstes der Lage und ihrer Hoffnungslosigkeit inder sich der Westen befindet bewusst, Putins wirtschaftliche Goldfalle. Letztendlich wissen wir seit den Bretten-Woods-Vereinbarungen alle die Goldene Regel: "Wer mehr Gold hat, bestimmt die Regeln.". Jedoch bewahrt jeder im Westen Stillschweigen darüber. Schweigen im Walde, weil keiner den Weg aus dieser Situation kennt.

Wenn man der westlichen Öffentlichkeit alle Details des schwelenden wirtschaftlichen Disasters erklärt, wird sie den Petro-Dollar-Unterstützern die schrecklichsten Fragen stellen, die dann so klingen:

- Wie lange wird der Westen in der Lage sein, russisches Öl und Gas im Austausch für physisches Gold zu kaufen? Und was wird mit dem US-Petro-Dollar passieren, nachdem der Westen kein physisches Gold mehr hat, um für russisches Öl, Gas und Uran und chinesische Güter zu bezahlen?

Keiner im Westen kann diese scheinbar einfachen Fragen beantworten.

Und das nennt man dann "Schach Matt" meine Damen und Herren. Das Spiel ist vorbei.

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Thomas Trautzsch   
Jacob-Michelsen-Str. 3, 07749 Jena

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