Mobirise website generator

Machtvermittlung: US-Rolle im Ukraine-Coup kaum zu übersehen

von rt.com
2015-02-20
By State Department photo/Public Domain [Public domain], via Wikimedia Commons

Nach Monaten der Leugnung der eigenen Hand im Ukraine-Coup gab Präsident Barack Obama zu, eine Machtvermittlerrolle für den "Übergang" gespielt zu haben. Dies ist angesichts der tatsächlichen Involvierung Amerikas eine milde Untertreibung.


html5 streaming video maker by EasyHtml5Video.com v2.1




Washington hat bereits lange bevor die Maidanproteste in Kiew 2013 anfingen heftig in die Ukraine investiert. Laut Viktoria Nuland, der Top-Diplomatin des amerikanischen Aussenministeriums, haben die USA 5 Milliarden US-Dollar an Steuergeldern in etwas investiert, was sie "eine Hilfestellung für die Ukrainer beim Aufbau demokratischer Fähigkeiten und Institutionen" nannte.

Ein Teil des Geldes ging in die Unterstützung verschiedener Nichtregierungsorganisationen (NGOs), politische Parteien und Medienplattformen. Z.Bsp. Hromadske.tv, ein Internet-TV-Kanal der im Sommer 2013 gegründet wurde, erhielt eine Unterstützung von 50.000 US-Dollar von der amerikansichen Botschaft. Der Kanal sendete eine Vollzeit-Berichterstattung der Maidanproteste und gab verschiedenen oppositionsfiguren eine Plattform.

Diese Art der Unterstützung ist ein wohlbekanntes Mittel der amerikanischen Regierung. Washington beschreibt dies als eine Unterstützung einer positiven Veränderung und leugnet Beschuldigungen, dass es Geld ausgibt, um einen Hebel zu bekommen, die eigenen Ziele in den betroffenen Ländern zu verfolgen. Jedoch spielten US-Vertreter eine weitaus prominentere Rolle als die einfache Unterstützung lokaler Figuren.

Einige, wie der US Film-Regisseur Oliver Stone nennen das einen von den USA geplanten Coup, während der ehemalige Kongressabgeornete Ron Paul die USA aufrief, mit der Einmischung in der Ukraine aufzuhören.

Nulands Kekse

Eine Parade westlicher Vertreter regnete auf Kiew herunter, um die Protestierenden zu unterstützen und den Präsidenten Viktor Janukowitsch davon abzuhalten, härter gegen die Proteste vorzugehen. Eine prominente Stimme der politischen Bühne in den USA, John McCain, gonoss einen Abend mit Oppositionsführern und twitterte Fotos der Menge auf dem Maidanplatz. Er fuhr am nächsten Tag damit fort, zu den Protestierenden zu sprechen.

Nuland selbst, bleibt wahrscheinlich den meisten deshalb in Erinnerung, weil sie den Aufstandspolizeioffizieren und Demonstranten Gebäck reichte, während sie bei dieser Maidan-Tour am 23. November von Botschafter Geoffrey Pyatt begleitet wurde.

Hinter den Kulissen arbeitete das Duo an der Machtvermittlung. Im Januar war es Pyatt, der radikale Protestierende dazu brachte, sich aus dem Gebäude des Justizministeriums zurückzuziehen, das sie vorher besetzt hatten. Der ukrainische Innenminister, damals noch loyal zu Janukowitsch, dankte dem Botschafter offiziell dafür.

Später im Februar, offenbarte eine aufgezeichnete Telefonkonversation, die wegen Nulands nicht druckbarer Ausdrucksweise hinsichtlich ihrer Frusstration mit der EU bemerkenswert bleibt, wie das Paar diskutierte, wer die neue Ukrainische Regierung anführen sollte (Arseni Jatseniuk, zufälligerweise der derzeitige Premierminister) und wer nicht dabei sein sollte (Vitali Klitschko, derzeit Bürgermeister von Kiew)

Bestimmt durch ausländische Kräfte?

Die Unterstützung der US-Regierung für die Nach-Coup Regierung in Kiew ebbte niemals ab, als diese fortfuhr, die Medien- und Meinungsfreiheit einzuschränken und eine Militäroperation gegen seine dissidierenden östlichen Regionen zu lancieren. Manchmal fiel es sehr schwer, so Kritiker, die neue Ukraine von einer Entität zu unterscheiden, die direkt aus Washington gelenkt wird.

Ein ironische Episode ereignete sich im Dezember, als das Gebäude des ukrainsichen Sicherheitsdienstes mit der US-Flagge neben der ukrainischen über dem Eingang beflaggt wurde. Fotos dieser Beflaggung wurden schnell als eine Propagandatäuschung ukrainischer Blogger hingestellt, doch der SBU bestätigte später, dass es die US-Flagge aufhing, um den Besuch der Untersekretärin Rose Gottemoeller zu honorieren, die im Aussenministerium für Waffengeschäfte zuständig ist. Die Debatte über die Flagge wurde teilweise durch Gerüchte in der Ukraine genährt, dass der SBU eine ganze Etage in seinem Hauptquartier für US-Berater bereitstellte, einschliesslich aktiver CIA-Agenten.

Die Gerüchte mögen beleidigend sein für Kiews Souveränität, jedoch es liegt darin eine gewisse Substanz. Die Ukraine zögerte nicht, verschiedene Ausländer als Minister zu ernennen und jenen in Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft zu geben, die für diese Jobs notwendig ist. Unter ihnen ist die Finanzministerin Natalie Jaresko, eine ehemalige Sektionschefin der US-Botschaft und Vorsitzende eines Investment Fonds, der Gelder des US-Kongresses über die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) verteilt.

Der Biden Vorsitz


Bidens Vorsitz

Eine ähnliche Geschichte kam im April zum Vorschein, als Vize-Präsident Joe Biden in Kiew zu einem Staatsbesuch kam. der Top US-Vertreter kam just nachdem der damals agierende Präsident Alexander Turchinov die Militärkampagne gegen die Rebellen in den Donezk- und Lugansk-Regionen als aktiv deklarierte. Dies eskalierte später in einen voll ausgewachsenen Bürgerkrieg.

Einen humorvollen Moment gab es bei Bidens Reise, als er einer Sitzung mit ukrainischen Vertretern vorsaß und den Sitz einnahm, der normalerweise dem Präsidenten der Ukraine vorbehalten ist. Ironischerweise, erklärte Dozhd TV, ein führender russischer Oppositionskanal, irrtümlicherweise Biden zum agierenden Präsidenten der Ukraine und mis-zitierte ihn in der Forderung, "dass Russland aufhören solle, sich in interne US-Angelegenheiten einzumischen."

ADDRESS
Thomas Trautzsch   
Jacob-Michelsen-Str. 3, 07749 Jena

CONTACTS
Email: thomas.trautzsch@ars-inveniendi.com
Phone: +49 157 59 23 8449

Thanks for filling out form!