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General a.D. Harald Kujat ruft zur De-Eskalation auf

von www.larouchepac.com
2014-04-06

Gen. a.D. Harald Kujat (www.commons.wikimedia.org)
Gen. a.D. Harald Kujat (www.commons.wikimedia.org)
In einem am 3. April in der Bild veröffentlichten Interview rief der General im Ruhestand Harald Kujat zur Deeskalation des Konflikts zwischen dem Westen und Russland auf. Kujat diente im Generalstab der deutschen Bundeswehr von 2000 bis 2002 und weiterhin als Vorstand des NATO-Militär-Komitees von 2002 bis 2005.
Im Interview kritisierte Kujat den NATO-Kommandeur Philip Breedlove dafür, dass er zur Eskalation des Konflikts beiträgt.

"Breedlove ist ein Amerikaner. Es sollte zur Kenntnis genommen werden, dass die Amerikaner sich anfangs der Krise recht moderat ausgenommen haben, um dann den Ton zu verschärfen. Ich betrachte das als einen großen Fehler.

"Man wird das Ziel der Verhinderung der Okkupation der Ost-Ukraine nicht durch Eskalation erreichen, sondern nur durch De-Eskalation," sagte Kujat. Man muß die Russen an den Verhandlungstisch bringen. Durch Eskalation wird man nur die radikalen Kräfte ermutigen, weil jene dann glauben, dass die NATO auf ihrer Seite wäre."

Kujat wurde gefragt: Aber sind scharfe Warnungen nicht notwendig, um Russland zu stoppen? Er antwortete:
"Ein Jeder, der einen militärischen Konflikt riskieren will, wäre ein Schwachkopf. Russland ist militärisch wieder sehr stark und die existierende strategische Lage ist vorteilhaft für Russland. Zusätzlich ist Russland die zweitstärkste nuklear-strategische Supermacht nach den USA. Ein militärischer Disput mit Russland in Europa wäre totaler Wahnsinn.

Russland wollte die Krim. Jetzt haben sie sie. Der Westen wird nicht in der Lage sein, irgendetwas daran zu ändern. Weiterhin ist Russland daran gelegen, dass die Ukraine eine föderale Struktur bekommt und kein Mitglied der NATO wird. Die Herausforderung liegt daher darin, ein Arrangement zu finden, mit dem die Ukraine, der Westen und Russland leben können. Dieses wird man nur am Verhandlungstisch finden, jedoch mit größter Wahrscheinlichkeit nicht durch Eskalation."
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