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Vika ist in Moskau!!!

von Evdokija Scheremetjewa
aus dem Russischen übersetzt von Alexander Grodskij
2016-02-23

Vika in Moskau! Es gibt wieder Hoffnung!
Vika in Moskau! Es gibt wieder Hoffnung!
Jetzt kann man schon alles erzählen.
Wir atmen tief auf.
Heute Morgen ist Vika in Moskau angekommen und wurde direkt in ein Moskauer Klinikum aufgenommen.
Man wird sie kostenlos behandeln!!!

Seit mehreren Monaten haben wir erfolglos eine Stiftung gesucht, die uns mit Vikas Behandlung helfen könnte. Entweder haben wir schlecht gesucht, oder noch etwas klappte nicht, aber aus allen Varianten real waren nur kostenpflichtige Angebote. Und für riesiges Geld. Derartige Augenoperationen kosten mehrere Hunderttausend Rubel. Und wie viel Operationen Vika im Endeffekt brauchen würde, blieb unbekannt. Manche Ärzte glaubten nicht an ihre Diagnose. Blindheit in ihrem Alter, auch mit Diabetes ist äußerst selten.
Vika ist eine diabeteskranke junge Frau aus Lugansk, die nach dem Tod ihres Bruders in eine sehr schwere gesundheitliche und mentale Situation geraten war, und die wir praktisch vom Tod retteten. Ich habe sie im Mai 2015 kennengelernt und seitdem helfen wir ihr kontinuierlich. Wir haben für sie schon Augenoperationen in Lugansk organisiert, Geld für Insulin, Teststreifen und andere notwendige Medizin für sie gesammelt. Wir helfen der Familie auch mit Lebensmitteln, denn ihre Mutter pflegt die bettlägerige Großmutter und kann deswegen nicht arbeiten. Vikas Vater ist irgendwo abgehauen. Im Moment ist sie praktisch blind.
Eines Tages schrieb mir Artur Zakirov - ein junger Mann aus Petersburg, den ich einmal im Leben sah. Eine Freundin machte uns bekannt. Ein Kopfnicken, ein paar kurze Worte: „Ich habe Sie im Netz gesehen“ und wir gingen auseinander.
Artur las den Beitrag über Vika und bat mich um ihre Krankengeschichte. Ich konnte nicht recht verstehen, wie er helfen kann, aber habe sie ihm trotzdem geschickt. Es stellte sich heraus, dass Artur die Gruppe „Hilfe für verwundete Soldaten von Neurussland (Novorossija)“ leitet.
Einen Monat lang war wieder Stille und plötzlich ruft er mich letzte Woche an:
- Der Fall Vika wurde bewilligt!
- Ja?
- Ja! Rufe Irina an. Wir haben das mehrere Wochen vorbereitet. Bringt sie nach Moskau, sie wird schon erwartet.




Irina Bednova – Frau und Witwe des lägendären Rebellenanführers Alexander Bednov (Batman). Ich bin weit von der Politik entfernt und war etwas angespannt, aber Irina ist eine sehr charmante, sympathische, und was besonders wichtig, teilnahmsvolle Frau. Nur dank ihr wurde es möglich, Vika in Moskau behandeln zu lassen. Jeden Tag hilft Irina jemandem.
Irina, Artur – Herzlichen Dank! Wir waren schon dabei, die Hoffnung zu verlieren.



Vika wurde zusammen mit ihrer Mutter ins Krankenhaus aufgenommen, denn sie kann für sich selbst nicht sorgen. Sie ist wie ein kleiner, blinder Kater – kann ohne Begleitung gar nicht gehen. Wir führten sie von beiden Seien und sie stieß die ganze Zeit gegen Straßenkanten, erschrak vor den Treppen.
Und noch lächelte Vika die ganze Zeit und beschwerte sich kein einziges Mal, obwohl wir sie nach der Fahrt aus Lugansk direkt ins Krankenhaus brachten. Sie schlief beim Gehen ein, aber beteuerte, dass sie sich bestens fühlt und hörte unseren Gesprächen aufmerksam zu. Sie wollte alles wissen und am Gespräch teilnehmen.
Man hat uns fast sofort aus dem Krankenhaus wegen Quarantäne verwiesen, aber ich lauschte ein Gespräch mit dem Arzt. Ich sage euch die Wahrheit. Was der Arzt gesagt hat, hat mich traurig gestimmt.
Allerdings hat sie jetzt eine Chance.
Man wird Vika jetzt in einer endokrinologischen Abteilung komplett untersuchen und es wird klarer, was mit ihren Augen weiter gemacht werden soll.
Ich möchte nochmal betonen, dass die ganze Behandlung, Untersuchungen und eventuelle Operationen kostenlos sind.
Alles Reisekosten, die Pflegerin für Vikas Oma für die Zeit, wenn sie allein in Lugansk ist, und andere Kleinigkeiten haben wir übernommen. (Dunja sagt „wir“, aber sie könnte genauso gut „ich“ sagen (A.G.))
Wenn ihr bei diesen Ausgaben helfen könnt, wäre ganz schön.
Vika braucht Unterstützung jetzt. Ihr könnt etwas unter diesem Beitrag schreiben. Ich werde es ihr vorlesen.



Und ich möchte noch etwas sagen. Betet, drückt die Daumen, wünscht Vika Glück – Jetzt gibt es wieder Hoffnung für sie. Ich habe sogar Angst, das laut zu sagen...



Wenn ihr euch der Hilfe für Vika und andere notleidende Menschen im Donbass einschließen wollt - das Paypay Spendenkonto ist 19232@mail.ru
Screenshots von Zahlungseingängen sowie Berichte über die geleistete Hilfe werden in der Facebook-Gruppe Humanbataillon Donbass regelmäßig gepostet.
Addresse

Thomas Trautzsch
Jacob-Michelsen-Str. 3                  
07749 Jena

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