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Vikas Augen

von Jewdokia Scheremetjewa
2015-07-05
Vikas Augen von Jewdikia Scheremetjewa

Vikas Augen

von Jewdokia "Dunja" Scheremetjewa (littlehirosima)

Übersetzt aus dem Russischen (http://littlehirosima.livejournal.com/73697.html) von Alexander Grodskij


„Wie geht’s Vika?
„Wie war die Operation? Was ist mit ihren Augen?“
Wir warten schon seit einem Monat wie gebannt. Wir haben jeden Tag ihre Zuckerwerte gemessen, haben alles getan, damit sich Vikas Zustand normalisiert, sich die Zuckerwerte stabilisieren, und man dann die Operation durchführen kann. Die Operation zur Rettung ihrer Sehkraft. Und dieser Tage wurde diese Operation, wenn auch mit Verspätung, vorgenommen.



Alle, die nicht auf dem Laufenden sind, können hier (http://littlehirosima.livejournal.com/73697.html) über Vika nachlesen – in der chronologischen Reihenfolge der Stationen bei der Rettung dieser jungen Frau aus Lugansk, die nach dem Tod ihres ebenfalls an Diabetes erkrankten Bruders beinahe gestorben wäre. Heute sieht es folgendermaßen aus: Am Dienstag wurde eine Glaukom-Operation auf dem rechten Auge vorgenommen. Beide Augen gleichzeitig zu operieren war nicht möglich, erklärten die Ärzte. Ein teures Medikament, Lucentis, das wir in Moskau besorgt haben, wird erst in einem Monat für die Behandlung gebraucht. Jetzt wurde die Operation zur Stabilisierung (oder Anpassung?) des Augeninnendrucks durchgeführt. Vika liegt jetzt im Krankenhaus. Wir werden drei Wochen auf die Ergebnisse warten und dann, falls alles in Ordnung ist, wird ihr das besagte Präparat Lucentis im Rahmen der Laserbehandlung gegeben. Ich bitte nochmals Ärzte und Spezialisten darum, nachsichtig zu sein, wenn ich einige Details ausgelassen oder nicht ganz genau ausgedrückt habe. Die Informationen habe ich aus zweiter Hand, und zwar von Schenja, meiner „rechten Hand“ in Lugansk. Er ist ein freiwilliger Helfer und mein Freund. Deshalb ist es möglich, dass ich etwas verwechselt habe.

Nach der Operation


Nach der Laserbehandlung, die vorgenommen wird, falls alles in Ordnung ist, wird das zweite Auge operiert. Ja, das ist wirklich ein schwieriges und langwieriges Verfahren. Das Ahmed-Ventil, das wir lange gesucht haben, wird möglicherweise nicht gebraucht – es wird nur im Notfall eingesetzt. Ich verstehe nicht, was das ist und wofür es verwendet wird, aber es ist angeblich nicht harmlos.
Die Ärzte haben gesagt, dass schon sehr viel Zeit verloren wurde (eigentlich hätte man die Operation schon vor ein paar Jahren machen müssen).
In Vikas Fall ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten, worüber ich schon geschrieben habe. Ihr sind schon die Vorderzähne ausgefallen.
Wir tun alles, was irgend möglich ist.
Für sie werden ständig Lebensmittel besorgt. Es wird ihr gutes Insulin übergeben, was sehr wichtig ist. Denn sogar mit schlechtem Insulin verschlechtert sich ihr Zustand. Lena – sie ist Schenjas Frau und meine Freundin – fährt zur Familie Sosulin und übergibt ihnen alles Notwendige. Es werden Medikamente aus Moskau übergeben und das, was man in den Apotheken von Lugansk finden kann, wird vor Ort gekauft.



Also, wir drücken die Daumen – macht Ihr bitte das Gleiche. Das war eine wichtige Operation für sie. Aber es ist noch lange nicht vorbei.
Was zählt ist, dass diese Operation der jungen Frau Hoffnung macht.
Sie ist doch so jung und so schön.
Wegen der Augen hat Vika sehr starke Schmerzen. Aber auch das ist nicht die größte Sorge.
Sie hat sich bis jetzt immer noch nicht daran gewöhnt. Sie kommt alleine nicht klar, kann ohne Hilfe ihrer Mutter für sich nichts machen.
Ich habe Fotos von Vika gesehen, die vor zwei Jahren gemacht wurden. Sie war damals ein anderer Mensch. Eine pausbackige, sympathische junge Frau in farbenfroher Kleidung.
Vika, unser Sonnenblümchen, halte durch! Du musst kämpfen! Nur so kommst du durch. Nur so!
Wir fahren Ende Juli zu unserem achten humanitären Hilfseinsatz nach Lugansk. Wenn Ihr Vika ein Päckchen, eine Postkarte oder sonst etwas mitgeben wollt, beeilt Euch bitte.
(Und das ist Vika im Januar 2014. Damals herrschte noch kein Krieg.)



Ich möchte allen danken, die Vika Geld überwiesen und warmherzige Kommentare und Briefe geschrieben haben.
Ich möchte Schenja und Lena ein großes Dankeschön sagen. Sie kämpfen seit zwei Monaten dort in Lugansk wie Familienangehörige um Vikas Leben.
Ich danke auch dem anderen Schenja in Moskau, meinem Mitstreiter, der mit mir immer Moskaus Apotheken abklappert und den Fahrern der Busse von Moskau nach Luganks alle Medikamente übergibt.
Außerdem danke ich Vitali Kotenev, der Vika 50 000 Rubel für Lucentis-Kauf gespendet hat.

Wenn Ihr euch der Hilfe für Vika und andere Leute im Donbass anschließen wollt, schreibt eine persönliche Nachricht auf livejournal account, Facebook oder an meine E-Mail-Adresse: littlehirosima@gmail.com.



P. S. Es sind jetzt Betrüger aufgetaucht - eine angeblich orthodoxe Stiftung namens „Vsem Mirom“, die mein Material ins Internet gestellt und ihre Kontodaten angegeben haben. Das sind Betrüger. Hier ist ein Link zu ihnen
http://vmirom.fo.ru/blog/188462_Общие/506392_Вика%2C_живи%21.
Mein Material befindet schon über zwei Monate dort und wir können nichts dagegen machen. Ich vermute, dass sie nicht die einzigen sind, die so etwas gemacht haben.


ADDRESS
Thomas Trautzsch   
Jacob-Michelsen-Str. 3, 07749 Jena

CONTACTS
Email: thomas.trautzsch@ars-inveniendi.com
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