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Vergiss nicht die Eiskrem!

von Jewdokia Scheremetjewa
2015-06-26
Jewdokia "Dunja" Scheremetjwa with Sergej Wladimirow

von Jewdokia "Dunja" Scheremetjewa (littlehirosima)

25.05.2015

Übersetzt aus dem englischen (http://www.fortruss.blogspot.de/2015/05/dont-forget-about-ice-cream.html von Thomas Trautzsch

Die Reise war schwer. Sehr sogar. Es fing an mit einem Tag, den wir im Zoll verbrachten und der Röntgenmaschine, durch die ich mein Auto schicken musste. Wir erfuhren bange Minuten. Die Hauptsache ist jedoch, dass wir durchgekommen sind und alle Hilfsgüter überbringen konnten. Es endete mit den ständigen Neben-Trips. Die Geographie der Hilfe wächst ständig an - Georgiewka, Tschernukhino, Pervomaisk, Fabrichnoje, Kryaschtschewatoje, Metallist, Lugansk ...

Es gab diesmal eine Menge zielgerichteter Hilfe auf dieser Reise. Es stellt eine unglaubliche Last dar, besonders im moralischen Sinne.

Gleich aus der Kalten fuhren wir zu Sergej Wladimirowitsch, der in einem Hospital in Lugansk liegt. Er wurde durch die Bombardierungen bei Kryaschtschewatoje obdachlos und noch schlimmer, er leidet an einer fortgeschrittenen Polyarthritis. Nach dem Sommer lebte er in einer Baracke unter unerträglichen Bedingungen - kein Strom, kein Gas, kein Wasser. Nachdem wir uns kennelernten, stürzte er unglücklich und brach sich ein Bein, das dann aufgrund langer Nichtbehandlung amputiert werden musste. Jetzt liegt er im Krankenhaus. Als wir zu besuch kamen, lächelte er kein bisschen. (Lesen Sie das Postscriptum über Vika!)

Ein Hauch von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit umgaben ihn. "Wo soll ich leben? Was soll ich tun?" Seine Beine tragen ihn nicht mehr und er muss die ganze Zeit im Bett liegen. Wir brachten ihm viele Süssigkeiten, von denen einige von Inna Gorowa überbracht wurden, und Medizin. Er hat jedoch nicht einmal in den Beutel hineingeschaut. Ich wurde ärgerlich und begann alles herauszunehmen und ihm alles auf einmal anzubieten.

"Was ist das?"
"Oliven. Hast Du die nie probiert?"
"Ich weiß nicht, vielleicht. Ich hab's vergessen."

Dann brachen wir auf. Und als wir ein zweites Mal wiederkamen, entschieden wir, ihm auf die Füße zu helfen. Wir lachten alle während dieses Trips.



Zhenia brachte eine spezielle schwere Gehhilfe auf Rädern, wir rückten die Möbel beiseite - das Zimmer ist wirklich klein - es ist schwer, zwischen den Betten zu laufen. Sergej Wladimirowitsch stand wirklich das erste Mal nach der Operation auf. Er war so glücklich, er wollte sich gar nicht wieder hinsetzen, selbst als es ihm schwer fiel, da das verbliebene Bein noch nicht wieder richtig funktioniert. Seine Zimmerkollegen ermutigten ihn.

"Wladimirowitsch? Wohin gehst Du? Wir werden Dich demnächst schicken, um Bier zu holen."

Alle lachten. Beide, wir und viel wichtiger Sergej Wladimirowitsch. Und dann stellte sich heraus, daß er ein ganz schön süßer Zahn war ;))))



Jedoch die wichtigste Sache ereignete sich am letzten Tag unseres Besuchs - wir, oder vielmehr Lena und Zhenja fanden einen Platz für ihn, wo er bleiben konnte. Das Geriatrische Altersheim für Veteranen des Kriegs und der Arbeit. Ich werde darüber gesondert berichten. Wir setzten uns mit denen in Verbindung und sie stimmten zu, Sergej aufzunehmen. Wir sammeln diese Woche alle Dokumente ein und er wird aus dem Krankanhaus entlassen. Das Heim ist eindrucksvoll. Rote Bänke, fleckenlos sauber, alles in Ordnung und Leute unterhalten sich miteinander. Es wurde vor langer Zeit für die Veteranen des Großen Patriotischen Krieges (2. Weltkrieg) gebaut und die Reparaturen wurden vor all den kürzlichen Ereignissen durchgeführt.
Im Moment ist die Lage nicht allzu schlecht, obwohl der Direktor sagte, er wäre erfreut, alles zu nehmen, was wir besorgen können, als er efuhr, dass wir humanitäre Hilfe leisten.



Am letzten Tag brachten Wir alles, was wir auftreiben konnten. Hauptsächlich Haushaltssachen - Puder, Windeln, Seife, Serum, Pampers, Schampoo, Reinigungsprodukte, usw. Ein bisschen Essen und Medizin, dass wir von Freiwilligen aus Moskau erhalten haben.



Die Neuigkeiten sind also sogar sehr gut! Und als Sergej Wladimirowitsch das herausfand, war seine Reaktion unbeschreiblich.



Was kann ich sagen? Danke an Inna für die Packungen mit Süßigkeiten, danke an alle, die gespendet haben, für Medizin, danke an alle, die sich gekümmert haben. Doch hier ist die Hauptsache: Ich darf nicht vergessen, die Eiskrem vor dem nächsten Besuch zu kaufen, er gab mir einen Wink! Erinnert mich daran, okay?

P.S.: Es gibt auch gute Neuigkeiten über Vika, das Mädchen mit Diabetes. Heute wurde sie in das Krankenhaus eingeliefert und die Ärzte untersuchten sie. Vika fing an, wieder zu essen. Gestern las sie Eure Kommentare in denen ihr schriebt, das sie wundervoll wäre, und dass es eine Spendensammlung für ihre Zähne geben wird, was sie wirklich aufmunterte! Sie war sehr glücklich mit uns und unserer Aufmerksamkeit. Ich werde später über alles schreiben.

Wenn Sie für unsere Humanitären Hilfsaktionen spenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte über:

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